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Senatskanzlei

"Gemeinsam nach den Sternen greifen"

Bundesratspräsident Bovenschulte und Bremer Wirtschaft ziehen positive Bilanz der Japan-Reise

01.06.2026

Bürgermeister Andreas Bovenschulte und seine Bremer Begleitdelegation aus Wirtschaft und Wissenschaft unter der Leitung des Präses der Handelskammer, André Grobien, ziehen eine positive Bilanz der Japan-Reise vom 23. bis 30. Mai 2026 im Rahmen der Bundesratspräsidentschaft. Stationen der siebentägigen Reise waren Tokyo, Osaka, Kyoto und Kobe.

Besuch der Delegation beim Japanischen Oberhaus, auf dessen Einladung die Reise im Rahmen der Bundesratspräsidentschaft Bremens erfolgte.
Besuch der Delegation beim Japanischen Oberhaus, auf dessen Einladung die Reise im Rahmen der Bundesratspräsidentschaft Bremens erfolgte. Foto: Senatspressestelle

Durch einen vielseitigen und intensiven Austausch sei es geglückt die deutsch-japanischen Beziehungen in Zeiten geopolitischer Umbrüche und mit Blick auf die Stärkung der regelbasierten internationalen Ordnung zu vertiefen und die Zusammenarbeit auf der Ebene der Politik sowie in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Wissenschaft, Innovation und Hochtechnologie auszubauen, erklärt Bundesratspräsident Bovenschulte.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "In Japan begegnete mir auf jeder Station meiner Reise ein großes Interesse an einem weiteren Ausbau der Beziehungen zu Deutschland und Bremen – sei es bei Besuchen in den Parlamenten, in Gesprächen mit Regierungsvertretern oder im Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft."

Bundesratspräsident Bovenschulte traf sich unter anderem mit dem Präsidenten des japanischen Oberhauses, Masakazu Sekiguchi, dem Präsidenten des japanischen Unterhauses, Eisuke Mori, und der deutsch-japanischen Parlamentariergruppe. Auch auf regionaler Ebene kam Bovenschulte mit wichtigen Amtsträgern ins Gespräch. So besuchte er den Vorsitzenden des Präfekturparlaments von Osaka, Koichi Nishino, und wurde im Rathaus der Stadt Kobe vom Bürgermeister Kizo Hisamoto empfangen. Außerdem war Bürgermeister Bovenschulte in der Universität Kyōto zu Gast und sprach dort mit Universitätspräsident Nagahiro Minato.

Zusammenarbeit in Wirtschaft und Raumfahrt

Besuch bei der japanischen Raumfahrtagentur JAXA: Bürgermeister Andreas Bovenschulte (2. v.l) und Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Japan, Petra Siegmund (3. v.l). im Gespräch mit dem Präsidenten der JAXA, Hiroshi Yamakawa (links).
Besuch bei der japanischen Raumfahrtagentur JAXA: Bürgermeister Andreas Bovenschulte (2. v.l) und Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Japan, Petra Siegmund (3. v.l). im Gespräch mit dem Präsidenten der JAXA, Hiroshi Yamakawa (links). Foto: Senatspressestelle

Neben der Ausweitung der politischen Kooperation bildete auch die verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit einen Schwerpunkt der Reise. So führte Bovenschulte Gespräche mit dem Minister für Wachstumsstrategie und Start-ups, Minoru Kuichi, und dem Wissenschafts- und Technologieminister, Yohei Matsumoto. Darüber hinaus besuchte die Delegation das Tsukuba Space Center der japanischen Raumfahrtagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency). Sie wurde dort von JAXA-Präsident Hiroshi Yamakawa empfangen und traf auch auf den japanische Astronaut Takuya Onishi.

Bovenschulte: "Die Reise hat ganz klar gezeigt: Es gibt große Potentiale zum Ausbau von Kooperationen mit Japan – in der Industrie, in Forschung und Entwicklung, im Bereich New Space, bei Satellitentechnologien und bei zukünftigen Anwendungen."

Bremer Handelskammer zieht ein positives Fazit

Begleitet wurde Bürgermeister Bovenschulte von einer hochrangigen Delegation geleitet vom Präses der Bremer Handelskammer, André Grobien, der zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft, insbesondere aus dem Luft- und Raumfahrtsektor wie OHB, Airbus Defence and Space Bremen, ArianeGroup, DSI Aerospace, Polaris Raumflugzeuge, Marble Imaging, Rheinmetall sowie dem Ecomat. Für die Handelskammer Bremen bestätigt die Reise, dass internationale Netzwerke, persönliche Begegnungen und langfristige Partnerschaften wichtiger sind denn je. Nun gelte es, die geknüpften Kontakte in konkrete Projekte, Kooperationen und Investitionen zu überführen und damit neue Chancen für den Wirtschaftsstandort Bremen zu schaffen.

André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen – Industrie- und Handelskammer für Bremen und Bremerhaven: "Besonders beeindruckt hat mich die große Offenheit unserer japanischen Gesprächspartner für eine intensivere Zusammenarbeit in den Bereichen Raumfahrt, Luftfahrt, Technologie, Forschung und industrielle Innovation. Bremen verfügt in diesen Zukunftsfeldern über herausragende Kompetenzen – von etablierten Weltmarktführern bis hin zu dynamischen New-Space-Unternehmen und exzellenter Wissenschaft. Diese Stärken werden auch international wahrgenommen und geschätzt."

Für den Präses der Bremer Handelskammer ist ein wesentliches Ergebnis der Reise die Erkenntnis, dass wirtschaftlicher Erfolg zunehmend dort entsteht, wo Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung gemeinsam handeln: "Die Bundesratsreise unter der Leitung von Andreas Bovenschulte hat hierfür einen Rahmen geschaffen. Die politischen Gespräche haben Türen geöffnet, Vertrauen geschaffen und neue Anknüpfungspunkte für unsere Unternehmen ermöglicht", so André Grobien.

Zum Abschluss der Bundesratspräsidentschaftsreise ging es für die gesamte Delegation in den berühmten Kasierpalast in Kyoto.
Zum Abschluss der Bundesratspräsidentschaftsreise ging es für die gesamte Delegation in den berühmten Kasierpalast in Kyoto. Foto: Senatspressestelle

Erfolgreiche Reise für Bremer Unternehmen und Institutionen

Für einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reise ergaben sich auch ganz konkrete Ergebnisse und neue Kooperationsvereinbarungen.

In Kobe unterzeichneten Vertreter Bremer Forschungs- und Technologiezentrum Ecomat zwei neue Kooperationsvereinbarungen, eine mit dem Mischkonzern Shin-Maywa mit der Universität Kobe: "Ecomat baut, den Interessen und Strategien seiner Mitglieder folgend, seine Zusammenarbeit mit Japan, insbesondere der Stadt Kobe, seit drei Jahren aus. Nach Vorstellen und Kennenlernen sind die Partner nun in der Phase der Konkretisierung von Entwicklungsvorhaben und -aufträgen. Die im Rahmen der Delegationsreise unterzeichneten Vereinbarungen unterstützen dabei Projekte zur Entwicklung verbesserter und gewichtsoptimierter Beschichtungssysteme sowie der weiteren Anwendungen kohlefaserverstärkter Verbundwerkstoffe und deren Wiederverwertungsmöglichkeiten", so Dr. Hubertus Lohner (Airbus), Leiter und Koordinator im Ecomat.

Auch für Polaris Raumflugzeuge GmbH bot die Reise eine wertvolle Gelegenheit, wichtige Kontakte im japanischen Raumfahrtökosystem aufzubauen: "Besonders der Austausch mit dem Hokkaido Spaceport sowie die Vernetzung mit relevanten Ansprechpartnern innerhalb der JAXA haben den Grundstein für eine vertiefte Zusammenarbeit gelegt. Diese Kontakte sind ein wichtiger Schritt, um die Vermarktung und den zukünftigen Einsatz von Spaceplanes von Polaris auf dem japanischen Markt voranzutreiben", erklärte Luisa Konga, Tech Business Development Polaris Raumflugzeuge GmbH.

Einen weiteren Kooperationsvertragsabschluss kann auch das Bremer Start-up Unternehmen Marble Imaging GmbH verkünden: "Dank dieser Reise und mit Unterstützung des Landes Bremen und des Bundesrats konnten wir die Beziehung zu einer der wichtigsten japanischen Firmen für Erdbeobachtungsdaten weiter ausbauen und die Verbindung festigen. Unser Plan ist es nun, gemeinsam Marble-Satellitendaten bei japanischen Behörden zu platzieren, denn eine Sache ist klar: Der Bedarf zeitnaher und hochauflösender Satellitenbilder für Umwelt- und Sicherheitsanalysen wächst rasant - in Japan, in Europa und im Rest der Welt", erklärt Alexander Epp, Mitgründer und Co-Geschäftsführer von Marble Imaging.

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