Erfolgreicher Start des Wettbewerbs "Bremen pflastert ab!"
13.05.2026Der Wettbewerb "Bremen pflastert ab!" ist erfolgreich gestartet und bietet jetzt eine neue, bürgerfreundliche Möglichkeit: Wer im Rahmen des Wettbewerbs Pflastersteine oder Platten entfernt, kann diese ab sofort kostenlos abholen und entsorgen lassen. Möglich macht das der sogenannten "Pflasterlaster" der in Zusammenarbeit mit und Sponsoring durch die Firma Nehlsen organisiert wird. Bremen ist damit die erste Stadt in Deutschland, die dieses Angebot nach niederländischem Vorbild einführt.
Das Angebot gilt zunächst für die ersten dreißig Anmeldungen: Ab mindestens fünf Quadratmetern entsiegelter Fläche kommt der Pflasterlaster direkt zum Grundstück. So sparen sich die Teilnehmenden das schwere Schleppen und die Entsorgungsgebühren – das Mitmachen wird dadurch noch einfacher.
Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, richtet den Wettbewerb in Bremen aus und hat augenzwinkernd das Nordderby mit Hamburg im Abpflastern ausgerufen: "Holt die Schaufeln raus, holt die Steine raus, entsiegelt, was das Zeug hält, damit Bremen das Nordderby mit Hamburg gewinnt! Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Pflasterlaster nun das private Engagement beim Entsiegeln noch weiter unterstützen können. Jede entsiegelte Fläche ist ein Gewinn für unser Stadtklima, die Artenvielfalt und die Lebensqualität in Bremen. Gemeinsam zeigen wir, wie einfach und wirkungsvoll Klimaschutz vor der eigenen Haustür sein kann – und wie er zu spürbaren Verbesserungen in unserer Stadt führt. So machen wir Bremen Stück für Stück grüner und lebenswerter."
Bereits jetzt haben die Teilnehmenden von "Bremen pflastert ab!" gemeinsam über 170 Quadratmeter von Steinen, Kies und Platten befreit. Dabei wurden unterschiedliche Flächentypen entsiegelt, unter anderem Schotterflächen im Privatgarten, ein Hinterhof oder der Weg in einem Kleingarten. Das ist ein Gewinn für die Umwelt: Auf den freigelegten Flächen können wieder Pflanzen wachsen, Regenwasser versickern und die Umgebung wird an heißen Tagen kühler. Das macht Entsiegelung zu einer wirksamen Maßnahme zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Auch die Artenvielfalt profitiert durch Begrünung und neue Lebensräume.
Bis zum 31. Oktober können alle Bremerinnen und Bremer sowie Einrichtungen mitmachen, Flächen entsiegeln und attraktive Preise gewinnen. Wer noch zu den ersten gehört, erhält einen Gutschein für die Martinshof-Gärtnerei – als Unterstützung für die naturnahe Bepflanzung der entsiegelten Fläche.
Auch in den Stadtteilen ist der Wettbewerb ein Thema: Der Beirat Horn-Lehe stellt zusätzlich 900 Euro Preisgeld für die größten entsiegelten Flächen im Stadtteil bereit. Damit steigen die Chancen von Horn-Lehe auf den Wanderpokal "Grüner Roland", der an den engagiertesten Stadtteil vergeben wird.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: www.bremen-pflastert-ab.de.
Die Idee des Abpflasterns stammt aus den Niederlanden, wo Städte seit 2020 beim Wettbewerb "NK Tegelwippen" entfernte Pflastersteine zählen, um das Klima und die Artenvielfalt zu schützen. Seit 2025 gibt es mit "Abpflastern" auch einen bundesweiten Wettbewerb, initiiert von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz (HfGG). Mit "Bremen pflastert ab!" bringt die Stadt Bremen diese Idee direkt vor die Haustür der Bürgerinnen und Bürger – machen Sie mit und helfen Sie, Bremen grüner zu machen.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de