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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremen und Hamburg setzen sich für besseren Schutz der Natur ein

Gemeinsamer Beschluss auf der Umweltministerkonferenz in Leipzig

08.05.2026

Auf der Umweltministerkonferenz (UMK), die vom 6. bis 8. Mai 2026 in Leipzig stattfand, haben Bremen und Hamburg gemeinsam einen wichtigen Antrag zum Schutz der biologischen Vielfalt eingebracht – und damit ein starkes Signal für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen gesetzt. Der Antrag wurde von den Umweltministerinnen und -ministern aller Bundesländer beschlossen und gibt die Richtung für die kommenden Jahre vor.

Im Mittelpunkt des Beschlusses steht die Einschätzung, dass der Verlust von Tier- und Pflanzenarten nicht nur ein ökologisches Problem ist, sondern auch erhebliche Folgen für unsere Gesellschaft und Wirtschaft hat. Studien weisen darauf hin, dass die Folgekosten des Artenrückgangs deutlich höher sein können als frühzeitige Investitionen in Schutz und Wiederherstellung von Ökosystemen. Bremen und Hamburg wollen deshalb, dass der Schutz der biologischen Vielfalt stärker als Querschnittsaufgabe in allen relevanten Politikfeldern berücksichtigt wird.

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Es ist ein wichtiges Signal, dass unser Antrag eine breite Unterstützung gefunden hat. Der Beschluss zeigt, dass die Länder gemeinsam Verantwortung übernehmen, um den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. Wir setzen damit ein klares Zeichen für den Schutz und die Wiederherstellung unserer natürlichen Lebensräume. Besonders wichtig ist uns, dass der Wert der Natur künftig stärker in politische Entscheidungen einfließt und schädliche Subventionen abgebaut werden. Nur wenn wir jetzt entschlossen handeln, können wir die biologische Vielfalt in Deutschland erhalten und unsere natürlichen Lebensgrundlagen für kommende Generationen sichern."

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg: "Der Verlust von Arten und Lebensräumen ist keine Randnotiz, sondern betrifft unsere Lebensqualität und unsere wirtschaftliche Zukunft ganz unmittelbar. Naturschutz steht nicht im Widerspruch zu einer starken Wirtschaft, im Gegenteil: Wenn Ökosysteme geschädigt werden, entstehen hohe Folgekosten, etwa für Landwirtschaft, Wasserhaushalt, Gesundheit und Infrastruktur. Vorsorge ist hier günstiger als Reparatur. Deshalb müssen Schutz und Wiederherstellung der Natur in allen relevanten Politikbereichen mitgedacht werden, und wir brauchen den Abbau schädlicher Subventionen sowie eine verlässliche finanzielle Unterstützung des Bundes für die Umsetzung vor Ort."

Damit die Länder die beschlossenen Maßnahmen auch tatsächlich umsetzen können, fordern sie ausreichend finanzielle Unterstützung vom Bund. Nur so können die notwendigen Projekte vor Ort realisiert und die Ziele zum Schutz der Artenvielfalt erreicht werden.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de

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