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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremen baut öffentliche Trinkwasserversorgung weiter aus

Ausbauziel für 2025 übertroffen, weitere Brunnen in Planung

07.05.2026

Die Stadtgemeinde Bremen setzt ihren Kurs für eine bessere öffentliche Trinkwasserversorgung konsequent fort. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft an die städtische Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft (UMK) hervor. Die Errichtung weiterer Standorte ist geplant, um eine Versorgung mit einem Trinkbrunnen in maximal 15 Gehminuten Entfernung sicherzustellen. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren 80 öffentliche Trinkbrunnen in Bremen entstehen. Damit setzt die Stadt ein starkes Zeichen für Gesundheitsvorsorge, Klimaanpassung und Lebensqualität.

Bereits bis Ende 2025 wurden 21 Trinkbrunnen an zentralen Plätzen, in Parks und an stark frequentierten Orten errichtet. Für das Jahr 2026 sind fünf weitere Standorte fest eingeplant. Die Standorte werden nach einem klaren Konzept ausgewählt, das unter anderem die Bevölkerungsdichte, die Aufenthaltsqualität und die technische Machbarkeit berücksichtigt. In besonders dicht besiedelten oder hoch frequentierten Stadtteilen soll ein Trinkbrunnen innerhalb von zehn Gehminuten erreichbar sein, im übrigen Stadtgebiet innerhalb von 15 Minuten.

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht. Alle Menschen in Bremen – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status – müssen jederzeit Zugang zu kostenlosem, frischem Trinkwasser im öffentlichen Raum haben. Gerade an heißen Tagen ist das ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Gesundheit, insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Menschen ohne festen Wohnsitz."

Konkret sind für 2026 folgende Standorte in Planung: Findorff, An der Jan-Reiners-Lok, Arberger Dorfplatz, Gramkermoorer Landstraße sowie Huchting Sodenmatt. Ein weiterer Standort befindet sich aktuell im Auswahlprozess. Die Zielvorgabe liegt bei mindestens fünf neuen Trinkbrunnen pro Jahr. Im Jahr 2025 wurde dieses Ziel sogar übertroffen: Zwei weitere neue Standorte konnten realisiert werden. Dies war durch die enge Zusammenarbeit mit der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung (SBMS) möglich.

Klares Konzept für Standortwahl und Versorgungssicherheit

Das Konzept sieht neben den bewährten Trinkbrunnen-Stelen auch innovative Lösungen vor: So könnten auch temporäre Trinkbrunnen auf Hydranten bei Veranstaltungen oder an Hitzetagen eingesetzt werden. Zusätzlich werden Zapfstellen an öffentlichen Gebäuden geprüft und im Rahmen eines Pilotprojekts am Jugendzentrum Roter Sand erstmals umgesetzt. Die Stadt arbeitet dabei eng mit den Ortsämtern, Beiräten, der Stadterneuerung und weiteren Akteuren zusammen.

Die Planung und Koordination der öffentlichen Trinkbrunnen liegt im Verantwortungsbereich der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft. Die technische Umsetzung – also Errichtung, Wartung und Betrieb der Brunnen – erfolgt durch die Wesernetz Bremen GmbH. Die Finanzierung des Ausbaus erfolgt überwiegend aus Mitteln der Eckwertaufstockung Klimaschutz. Durch technische Optimierungen konnten die Kosten für Kauf und Errichtung eines Brunnens zuletzt deutlich gesenkt werden. Auch die laufende Wartung und Qualitätssicherung – etwa durch regelmäßige mikrobiologische Untersuchungen und Hygienespülungen – ist sichergestellt.

"Wir wollen, dass Bremen eine Stadt bleibt, in der Gesundheit, Nachhaltigkeit und Lebensqualität für alle spürbar sind. Der Zugang zu kostenlosem Trinkwasser im öffentlichen Raum ist dafür ein wichtiger Baustein", so Senatorin Müller weiter.

Die Stadt Bremen ruft Bürgerinnen und Bürger sowie die Beiräte auf, weiterhin geeignete Standorte vorzuschlagen und so gemeinsam die Versorgung weiter zu verbessern.

Weitere Informationen unter: umwelt.bremen.de

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de

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