Sie sind hier:

Senatskanzlei

Demokratie schützen und Europa früh vermitteln

Bremen setzt klare Akzente bei der 100. Europaministerkonferenz

30.04.2026

Im Rahmen der 100. Europaministerkonferenz (EMK) in Berlin hat die Freie Hansestadt Bremen klare politische Schwerpunkte gesetzt: den Schutz der Demokratie in Europa und die Stärkung der Europabildung bereits in der Primarstufe. Die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatsrätin Nancy Böhning, nahm für Bremen an der Jubiläumssitzung teil.

Die Plenarsitzung der Europaministerkonferenz.
Die Plenarsitzung der Europaministerkonferenz. Foto: Landesvertretung Bremen

Ein zentraler Fokus der Konferenz lag auf dem Umgang mit Desinformation und der Stärkung demokratischer Strukturen. Die Länder sehen hierin eine wachsende Herausforderung für Europa und betonen die Bedeutung von politischer Bildung, Medienkompetenz und einem starken öffentlichen Diskurs.

Gerade vor dem Hintergrund angekündigter Kürzungen bei demokratiebildenden Maßnahmen auf Bundesebene setzt Bremen hier ein deutliches Signal. Für Staatsrätin Nancy Böhning ist klar: Der Schutz der Demokratie darf nicht zur Verhandlungsmasse werden.

Staatsrätin Nancy Böhning während der Sitzung.
Staatsrätin Nancy Böhning während der Sitzung. Foto: Landesvertretung Bremen

Staatsrätin Nancy Böhning: "Demokratie fällt nicht vom Himmel. Sie wird jeden Tag neu erarbeitet, in Schulen, in Projekten, in der politischen Bildung vor Ort. Gerade jetzt, wo wir sehen, wie Desinformation gezielt eingesetzt wird, um unsere Gesellschaft zu spalten, dürfen wir nicht kürzen, sondern müssen investieren. Wer an politischer Bildung spart, spart an der Stabilität unserer Demokratie. Das können wir uns nicht leisten, nicht in Bremen und nicht in Europa."

Die EMK unterstreicht in ihrem Beschluss die Notwendigkeit, Maßnahmen zur Förderung von Medienkompetenz und demokratischer Teilhabe gezielt zu stärken und langfristig abzusichern.

Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der Europabildung in der Primarstufe. Die Länder sind sich einig: Europäische Werte, demokratisches Verständnis und interkulturelle Kompetenzen müssen früh vermittelt werden. Bereits in der Grundschule sollen Kinder altersgerecht an Europa herangeführt werden.

Bremen bringt sich hier aktiv ein. Mit dem Europa-Punkt-Bremen und zahlreichen Kooperationen mit Schulen, Projekten und außerschulischen Partnern leistet das Land seit Jahren wichtige Arbeit in der europäischen Bildungsvermittlung.

Europa beginnt nicht erst im Studium oder im Beruf. Europa beginnt im Klassenzimmer. Wenn Kinder früh verstehen, was Europa bedeutet, Zusammenhalt, Vielfalt, gemeinsame Werte, dann legen wir den Grundstein für eine starke Demokratie. Genau deshalb investieren wir in Bremen bewusst in Europabildung und bauen diese Angebote weiter aus.

Darüber hinaus bekräftigte die EMK die Bedeutung eines "Europa der Regionen". Für Bremen ist klar: Eine handlungsfähige Europäische Union braucht starke Regionen, die nicht nur umsetzen, sondern aktiv mitgestalten.

"Europa lebt von seinen Regionen. Gerade kleinere Länder wie wir in Bremen zeigen, wie europäische Zusammenarbeit konkret funktioniert – nah an den Menschen, nah an der Praxis. Diese Perspektive muss auch in Zukunft gehört werden." so Staatsrätin Böhning.

Mit ihren Positionen setzt die Freie Hansestadt Bremen bei der 100. Europaministerkonferenz ein klares Zeichen: Für eine starke Demokratie, für frühe politische Bildung und für ein Europa, das von seinen Regionen getragen wird.

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Landesvertretung Bremen

Ansprechpartner für die Medien:
Veit Swoboda, Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa, Tel.: (030) 26930-34950, E-Mail: veit.swoboda@lvhb.bremen.de