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Der Senator für Kinder und Bildung

Früchtebrot aus dem Glas und Sonnenfänger

Schülerfirmenmesse im Metropoltheater

29.04.2026

Kreativität, Teamgeist und wirtschaftliches Denken stehen im Mittelpunkt einer Schülerfirma. Traditionell präsentieren sich diese einmal jährlich im Rahmen der Schülerfirmenmesse – so auch am heutigen Mittwoch (29. April 2026) im Metropoltheater Bremen.

Vito Mandic und Niklas Klusmann (v.l.) vertraten die Schülerfirma Alex goes business.
Vito Mandic und Niklas Klusmann (v.l.) vertraten die Schülerfirma "Alex goes business". Foto: Bildungsressort

62 Schülerfimen gibt es an Bremer Schulen und im Umland, 30 von ihnen nahmen an der Messe teil und vertraten ihre selbst gegründeten Unternehmen. Darunter Catering, Produkte für Hunde, Urban Gardening, 3D-Druck oder auch Dienstleistungen.

Bildungssenator Mark Rackles: "Hier wird Zukunft gemacht. Die Schülerinnen und Schüler zeigen, wie viel Innovationskraft und Verantwortungsbewusstsein in ihnen steckt. Auf der Messe können sich die Besucherinnen und Besucher ein umfassendes Bild davon machen, wie Schülerfirmen arbeiten, wirtschaften und kreative Geschäftsideen umsetzen."

Das Modell Schülerfirma ist ein wichtiger Beitrag zur Berufsorientierung und zur Förderung wirtschaftlicher Kompetenzen. Die Messe bietet den jungen Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit, ihre Projekte vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Auch untereinander bietet sie den Jugendlichen die Chance, sich auszutauschen und hilfreiche Tipps zu geben.

Von nachhaltigen Lifestyle-Produkten über regionale Lebensmittel bis hin zu digitalen Dienstleistungen zeigen die Jugendlichen, wie unternehmerisches Denken schon früh erfolgreich umgesetzt werden kann. Dabei erwerben sie praxisnah Kenntnisse in Bereichen wie Marketing, Buchhaltung, Produktion und Teamarbeit.

Das Projekt Vergiss mein nicht bewahrt vom Aussterben bedrohte Rezepte und Produktionsmethoden.
Das Projekt "Vergiss mein nicht" bewahrt vom Aussterben bedrohte Rezepte und Produktionsmethoden. Foto: Bildungsressort

Die Firma "kunstinklusive" des Fachbereichs Werkstufe an der Berufsbildenden Schule für Einzelhandel und Logistik existiert beispielsweise bereits seit 2014. Jährlich wächst sie auf, neue Schülerinnen und Schüler kommen also immer nach und steigen in die Geschäfte mit ein. Auf der Messe präsentierten die Jugendlichen unter anderem selbst hergestellte Magnete aus Kronkorken, Sonnenfänger, Briefumschläge aus Landkarten, Anti-Moskito-Kerzen und – sehr beliebt – Anzünder für Kamin, Lagerfeuer oder Grill, hergestellt aus Wachs und Holzresten.

Mit selbstgemachten Sonnenfängern, Anzündern, Kerzen und Blumenhaltern überzeugte die Schülerfirma kunstinklusiv.
Mit selbstgemachten Sonnenfängern, Anzündern, Kerzen und Blumenhaltern überzeugte die Schülerfirma "kunstinklusiv". Foto: Bildungsressort

Das Projekt "Vergiss mein nicht" der Firma "Fockes Naschgarten" (Wilhelm-Focke-Oberschule) beschäftigt sich mit Lebensmitteln. In einem Kochbuch haben die Schülerinnen und Schüler Einkoch-Rezepte älterer Menschen gesammelt und selbst nachgekocht. So gibt es etwa "Metas Zucchini" und "Gundels Früchtebrot" im Glas, versehen mit einem QR-Code, der zu einem Film über die Urheberinnen der Rezepte führt. Das Ziel: Vom Aussterben bedrohte Rezepte und Produktionsmethoden bewahren. Daneben stellt "Fockes Naschgarten" aber auch Salze, Öle, Milchreis-Frucht-Mischungen oder Marmeladen und Chutneys her – alles aus selbst angebauten Früchten und Kräutern der Schule.

Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer präsentierten im Metropoltheater aber nicht nur ihre Firmen, sondern sie konnten auch Preise gewinnen. Die Jury, besetzt mit Mitgliedern der Wirtschaftsjunioren, der Handwerkskammer Bremen, von Findorffer Geschäftsleuten und des Netzwerks Schulewirtschaft Bremen, vergab folgende Preise:

Kategorie Wirtschaftlichkeit

  • 1. Platz: Schüler@Work (Schule an der Ellerbäke, Ganderkesee)
  • 2. Platz: Fockes United Plastic Solution (Wilhelm Focke Oberschule)
  • 3. Platz: BLUSZ (Schulzentrum Blumenthal)

Kategorie Nachhaltigkeit

  • 1. Platz: Urban Gardening (Roland zu Bremen Oberschule)
  • 2. Platz: bieka (Gymnasium Horn)
  • 3. Platz: Schüler@Work (Schule an der Ellerbäke, Ganderkesee)

Kategorie: Marketingkonzept

  • 1. Platz: Urban Gardening (Roland zu Bremen Oberschule)
  • 2. Platz: kunstinklusive (BBS für Einzelhandel und Logistik)
  • 3. Platz: Alex goes business (Alexander von Humboldt Gymnasium)

Kategorie Geschäftsidee

  • 1. Platz: AVENTURA Adventure travel (BBS Osterholz-Scharmbeck)
  • 2. Platz: GuSTOS (Gesamtschule Bremen-Ost)
  • 3. Platz: Ideenwerk (Helmut Schmidt Schule)

Publikumsliebling: Burgkiosk (Schule an der Hermannsburg)
Sonderpreis Beste Innovation: AVENTURA Adventure travel (BBS Osterholz-Scharmbeck)
Gesundes Lernen: Fockes United Plastic Solution (Wilhelm Focke Oberschule)
Inklusives Gesamtkonzept: GuSTOS Gesamtschule Bremen-Ost)
Die Preise "Inklusives Firmenkonzept" und "Gesundes lernen" wurden in diesem Jahr erstmals vergeben.

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Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de