Studie des Staatsarchivs: "Verfolgen und verfolgt werden. Die Gestapo in Bremen 1933-1945"
15.04.2026Die Gestapo gilt als Inbegriff nationalsozialistischer Repression und Gewalt. Trotz eigenständiger bremischer Verwaltungstradition lag bisher keine umfassende Untersuchung dieser wichtigen Institution örtlicher NS-Herrschaft vor. Durch einen gruppenbiografischen Ansatz erweitert eine neue Studie nun das Wissen um die Bremer Gestapo, ihr Personal und deren Verfolgungspraxis. Biografische Schlaglichter auf verschiedene Verfolgtengruppen zeigen auf, wie die Bremer Gestapo das Leben Verfolgter beeinflusste und zerstörte.
Diese Untersuchung wurde von der Bremer Senatorin für Inneres und Sport gefördert. Die Bremer Gestapo war "Teil eines vielschichtigen Netzwerks, in dem staatliche Gewalt, individuelle Handlungsspielräume, Denunziationen aus der Bevölkerung und die alltägliche Präsenz nationalsozialistischer Ideologie ineinandergriffen", so der ehemalige Innenseanotr Ulrich Mäurer, auf dessen persönliche Initiative als damaliger Amtsinhaber die Arbeit zurückgeht. Diese Studie schließt eine intensive Beschäftigung mit der Bremer Polizeigeschichte (unter anderem in Form der Ausstellung "POLIZEI.GEWALT. Bremens Polizei im Nationalsozialismus") vorläufig ab.
Die Autorin, Anna Leinen, hat Geschichte an der Universität Bremen studiert und bereitet zur Zeit ihre Promotion zu einem weiteren Thema der bremischen Zeitgeschichte vor.
Ulrich Mäurer, Senator für Inneres a.D., und die Autorin präsentieren das Buch am:
21. April 2026, ab 11 Uhr, im Staatsarchiv Bremen (Am Staatsarchiv 1, 28203 Bremen)
Hierzu sind Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen.
Die Publikation umfasst 248 Seiten. ISBN 978-3-95494-385-2, Buchhandelspreis: 19,90 Euro. Das Buch ist im Staatsarchiv Bremen, beim Verlag (Edition Falkenberg) und über den Buchhandel erhältlich.
Hinweise für die Redaktionen: Ein Rezensionsexemplar kann beim Staatsarchiv Bremen unter Angabe des Besprechungsorts kostenfrei bestellt werden.
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