Was bewegt die Menschen in Bremens Quartieren? Wo drückt der Schuh? Und wo zeigen sich besonders gelungene Beispiele für Miteinander und Engagement? Antworten darauf und auf viele weiteren Fragen, erhält Bürgermeister Andreas Bovenschulte regelmäßig bei seinen Quartiersbesuchen. Dieses Mal ging es für den Bürgermeister nach Schwachhausen – so in eine Wohneinrichtung und eine Tagesstätte des Vereins für Innere Mission, in die AWO-Senioreneinrichtung "Sparer Dank" sowie in die Grundschule am Baumschulenweg Bremen.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Wer wissen will, wie die Quartiere richtig ticken, der muss da hingehen. Denn der direkte Austausch vor Ort ist durch nichts zu ersetzen. Wenn man miteinander ins Gespräch kommt, bekommt man ein ehrliches Bild davon, was gut läuft, wo es hakt – und welche Ideen und Kräfte in unseren Quartieren stecken."
Die erste Station führte Bürgermeister Bovenschulte in das Haus Parkstraße der Inneren Mission. 13 Menschen mit psychischer Erkrankung leben hier in eigenen Zimmern mit einem gemeinschaftlich genutzten Wohnbereich. Ergänzt wird das Angebot durch eine Trainingswohngemeinschaft sowie zwei Einzelappartements. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden nach dem Bezugspersonensystem begleitet: Jede Person hat eine feste Bezugsmitarbeiterin oder einen festen Bezugsmitarbeiter. Ziel ist es, gemeinsam Herausforderungen zu bewältigen, neue Perspektiven zu entwickeln und ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen.
Im Anschluss ging es in die nur wenige Gehminuten entfernte Tagesstätte Parkstraße. Hier werden Menschen mit kognitiven und mehrfachen Beeinträchtigungen individuell gefördert. In Kreativ-, Druck- und Papierwerkstätten, im Café oder Gartenhaus entstehen kunsthandwerkliche Produkte, es wird gemeinsam gekocht oder es werden Ausflüge organisiert. Die Angebote stärken Selbstwertgefühl, Eigenständigkeit und soziale Kompetenzen. Bürgermeister Bovenschulte tauschte sich mit den Besucherinnen und Besuchern und der Leitung aus und bedruckte im Beisein einer Besucherin Grußkarten.
Bürgermeister Bovenschulte: "Ich bin beeindruckt, wie gut die Einrichtungen organisiert sind und vor allem, wie Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen die Chance erhalten, ihr Leben mit Spaß und Freunde zu gestalten.
Anschließend besuchte der Bürgermeister die Pflegeeinrichtung und Begegnungsstätte "Sparer Dank" der AWO Bremen nahe dem Bürgerpark. Beim gemeinsamen Mittagessen kam Bovenschulte mit Bewohnerinnen, Bewohnern und Angehörigen ins Gespräch und informierte sich über die Situation in der Pflege. Die Einrichtung bietet Seniorinnen und Senioren – von Menschen mit geringem Unterstützungsbedarf bis hin zu intensiv Pflegebedürftigen – ein Zuhause. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Betreuung von Menschen mit Demenz. Neben Einzelzimmern und Appartements mit Balkon bietet die Einrichtung ein breites Spektrum an Musik-, Bewegungs- und Gedächtnisangebote, Festen und gemeinsame Aktivitäten.
Bürgermeister Bovenschulte: "Genau hier hat sich wieder gezeigt, warum Quartiersbesuche so wertvoll sind: Man erfährt in den Gesprächen nicht nur viel über Pflege, sondern auch über den Stadtteil selbst. Ich bedanke mich sehr für die vielen Eindrücke."
Den Abschluss bildete der Besuch in der Grundschule am Baumschulenweg. In Gesprächen mit der Schulleitung, dem Kollegium und der Elternvertretung wurde zunächst die angespannte Verkehrssituation durch sogenannte "Eltern-Taxis" thematisiert. Die Schule setzt sich seit Längerem für die Einrichtung einer temporären Schulstraße zu den Hol- und Bringzeiten ein.
Anschließend ging es auf einen Rundgang durch die vierzügige gebundene Ganztagsschule mit rund 400 Kindern. Immer wieder wurde der Bürgermeister dabei neugierig von Schülerinnen und Schülern angesprochen und mit Fragen gelöchert. Die Schule verbindet ein ökologisches Profil – mit Nutzgarten und Tierhaltung (Hühner-, Bienen- und sogar Schafhaltung) sowie einem naturnah gestalteten Schulhof – mit einem sportbetonten Konzept unter dem Motto "Bewegung in den Köpfen – Bewegung mit dem Körper". Zum Abschluss stellte sich Bürgermeister Bovenschulte in einer lebhaften Runde den Fragen der Kinder.
Bürgermeister Bovenschulte: "Was für eine großartige Schule mit einer ganz tollen Lernumgebung und mit ganz motivierten Kindern, Lehrerinnen, Lehrern und Eltern. Ich muss sagen: Ich bin noch ganz beseelt von der Fragerunde mit den Kindern – das hat mir richtig Spaß gemacht!"
Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Senatspressestelle
Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de