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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Bausenatorin verleiht Wohnbaupreis 2025

Auszeichnung für vorbildlichen, vielfältigen und gemeinschaftsorientierten Wohnungsbau in Bremen

19.02.2026

Unter dem Motto "Qualität sichern, Vielfalt fördern, Gemeinschaft ermöglichen" fand am Donnerstag, 19. Februar 2026, im Bremer Rathaus die feierliche Preisverleihung des Wohnbaupreises 2025 statt. Zehn Preise, fünf Anerkennungen und fünf Sonderpreise wurden als Staatspreis des Landes Bremen durch die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Özlem Ünsal, gemeinsam mit dem Präsidenten der Bremer Architektenkammer, Oliver Platz, und dem Leiter des Bremer Zentrums für Baukultur (b.zb), Prof. Dr. Christian von Wissel, verliehen.

Damit prämiert der Bremer Wohnbaupreis bereits zum fünften Mal wegweisende Wohnbauten und Wohninitiativen in Bremen und Bremerhaven. Der im Jahr 2005 eingeführte Landespreis würdigt das herausragende Engagement bremischer Bauakteure in verschiedenen Kategorien.

Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Özlem Ünsal, zieht eine positive Bilanz: "Die Resonanz auf unsere diesjährige Auslobung war überwältigend: 84 hervorragende Projekte, die seit 2018 in Bremen und Bremerhaven realisiert wurden, sind für den Bremer Wohnbaupreis 2025 eingegangen und zeigen ein breites wie kreatives Spektrum des aktuellen Baugeschehens im Land Bremen. Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbauten, studentisches Wohnen und Baugemeinschaften, moderne Neubauten und die behutsame Erneuerung stadtbildprägender erhaltenswerter Bauten, energieeffiziente Ansätze, Neuinterpretationen des Bremer Hauses und neue städtebauliche Strukturen. Diese Vielfalt ist ein großartiges Signal. Bremen kann Wohnungsbau: klug, innovativ und zukunftsorientiert!"

Alle eingereichten, nominierten sowie ausgezeichneten Projekte machen deutlich: Wohnungsbau ist aktiver Bestandteil des Städtebaus. Guter Wohnungsbau endet nicht am eigenen Grundstück.

Städtebauliche Einbindung, verkehrliche Anbindung, Versorgungsangebote sowie die Gestaltung von Zwischenbereichen und Freiräumen im Quartier prägen die Wohnqualität und das soziale Miteinander entscheidend.

Gemeinschaftsräume und -flächen, soziale und medizinische Infrastruktur sowie kulturelle Angebote gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Sie stärken den Zusammenhalt und erhöhen die Lebensqualität in den Quartieren.

Der Bremer Wohnbaupreis setzt zudem Maßstäbe für gestalterische Qualität. Gute Stadt- und Freiräume sowie hochwertige, alltagstaugliche Architektur sichern die langfristige Werthaltigkeit von Wohnungsbeständen und sind damit ein wesentlicher Baustein nachhaltiger Stadtentwicklung.

Der Bremer Wohnbaupreis zeigt vielfältige Wege für die Zukunft des Wohnens auf: serielles Bauen, nachhaltige Baustoffe, beschleunigte Genehmigungsverfahren, Kostensenkung, angemessene Energiestandards und anpassungsflexible Grundrisse. Dass diese Ansprüche realisierbar sind, belegen zahlreiche eingereichte Projekte eindrucksvoll.

Juryvorsitzende Prof. Christa Reicher von der RWTH Aachen: "Als Gradmesser für qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Wohnungsbau verdeutlicht der Bremer Wohnbaupreis aktuelle Trends und eröffnet interessante Perspektiven auf die zeitgenössische Wohnarchitektur über Bremens Landesgrenzen hinweg."

Neben städtebaulichen und architektonischen Qualitäten bewertete die interdisziplinäre Jury – in der auch die baupolitischen Sprecher aller Fraktionen der Bremischen Bürgerschaft vertreten waren – energetische, wohnfunktionale und wirtschaftliche Aspekte sowie das Thema Barrierefreiheit.

Die Entwicklung ganzer Quartiere, vielfältiger Geschosswohnungsbau, geförderter Wohnungsbau sowie individuelle Wohnformen zwischen Einfamilienhäusern und Umbauten klassischer Bremer Häuser prägen das Preisträgerfeld. Sie dokumentieren die aktuellen Schwerpunkte des Wohnungsbaus in Bremen und Bremerhaven sowie den hohen Qualitätsanspruch privater und öffentlicher Bauherren im Land Bremen.

Oliver Platz, Präsident der Architektenkammer Bremen: "Es ist vor allem die Vielfalt der Einreichungen, die begeistert hat. Die Einreichungen haben gezeigt, dass es eben nicht nur 'den Wohnungsbau' gibt, sondern dass dieser in unterschiedlichsten Typologien, unterschiedlichsten Nutzungsmischungen und in unterschiedlichsten Kontexten in Bremen stattfindet – und das im Bestand und im Neubau. Die hohe Qualität der Umsetzung zeigt, dass es nur ganz wenige Pauschalrezepte gibt – und die Architektinnen und Architekten eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Wohnraumfrage einnehmen können und müssen."

Prof. Dr. Christian von Wissel, Wissenschaftlicher Leiter des b.zb, unterstreicht die baukulturelle Bedeutung des Preises: "Der Preis würdigt herausragende Leistungen im Neu- und Umbau im Land Bremen. Damit setzt er zugleich wichtige Impulse, um den hohen Anspruch an Wohnungen auch weiterhin zu verfolgen und erfolgreich umzusetzen. Dies ist ein besonderer Beitrag für den Wohnstandort und die Lebensqualität im Land Bremen."

Der Katalog und die Ausstellung zum Bremer Wohnbaupreis 2025 geben einen umfassenden Überblick über die prämierten und eingereichten Projekte. Sie liefern beispielhafte Antworten auf die Frage, wie neue Wohnqualitäten in der Stadt aussehen können. Ob Singlehaushalt, familienfreundliches, gemeinschaftliches oder generationenübergreifendes Wohnen – vom energieeffizienten Einfamilienhaus über mehrgeschossige Bauten in neuen und bestehenden Quartieren bis zur Transformation historischer Bausubstanz in das 21. Jahrhundert zeigen Katalog und Ausstellung vielfältige und wegweisende Wohnformen.

Alle prämierten und eingereichten Arbeiten werden vom 20. Februar bis zum 31. März 2026 im Bremer Zentrum für Baukultur ausgestellt.

Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de