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Der Senator für Kinder und Bildung

Mit dem Leseband zum Erfolg in allen 107 Bremer Grundschulen

19.02.2026

Ein Rap über Bücher und Buchstaben – der "Leserap" der Grundschule am Pastorenweg – hat beim Festakt zu "100 Prozent Leseband" am heutigen Donnerstag (19. Februar 2026) im Landesinstitut für Schule gezeigt, wie lebendig Leseförderung sein kann. Was die Schülerinnen und Schüler begeistert, ist jetzt landesweit Alltag: Das Förderprogramm "Leseband(e)" ist inzwischen an allen 107 Grundschulen in Bremen und Bremerhaven fest verankert.

Senator Mark Rackles begrüßte die Gäste beim Festakt zu 100 Prozent Leseband: In Bremen sind nun alle Grundschulen am Förderprogramm beteiligt.
Senator Mark Rackles begrüßte die Gäste beim Festakt zu 100 Prozent Leseband: In Bremen sind nun alle Grundschulen am Förderprogramm beteiligt. Foto: Michael Schnelle/SKB

Mark Rackles, Senator für Kinder und Bildung: "Ohne Lesen klappt in der Schule nichts. Mit dem 'Leseband' sorgen wir dafür, dass Kinder jeden Tag lesen, gezielt gefördert werden und niemand den Anschluss verliert. Wer lesen kann, kann lernen – in allen Fächern. Genau das macht das Leseband so wirksam für den Schulalltag."

Mit der Einführung des Programms ist die tatsächliche Lesezeit in den Schulen deutlich erhöht worden. Besonders beliebt sind bei den Kindern Fußball- oder Tiergeschichten.

Die jüngste Schulbefragung des IQHB mit mehr als 250 beteiligten Lehrerinnen und Lehrern im Mai 2025 zeigt: Die Lehrkräfte stehen überwiegend hinter dem Förderprogramm. 93 Prozent finden das Leseband eine gute Idee. 88 Prozent von ihnen gaben an, das Leseband bereits an vier bis fünf Wochentagen eingeführt zu haben. 91 Prozent berichten, dass sie täglich mindestens 25 Minuten Lesezeit einplanen.

Die Lehrkräfte sehen zudem erste Erfolge: 85 Prozent beobachten Fortschritte bei der Leseflüssigkeit, 86 Prozent berichten, dass die Schülerinnen und Schüler mehr an ihre Lesefähigkeiten glauben.

Eine tägliche Herausforderung für Lehrkräfte bleibt die Binnendifferenzierung: Die Lesekompetenz in einer Klasse kann unterschiedlich ausfallen. Mehr als 50 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer geben an, selbst zu entscheiden, welche Lesematerialien sie einsetzen; 28 Prozent legen fest, dass sie immer unterschiedliche Materialien vorbereiten müssen. Zur Entlastung des Personals werden aktuell neue Hilfen entwickelt. So werden weitere Lesematerialien gesichtet und Fortbildungsangebote durch den SKB und das Landesinstitut für Schule (LIS) weiterentwickelt.

Insgesamt werden diese Angebote bereits jetzt von den Lehrkräften mit großer Mehrheit positiv bewertet: 90 Prozent der Teilnehmenden melden zurück, dass sie Hospitation durch eine Fachkraft des Bildungsressorts oder des Landesinstituts für Schule (LIS) als hilfreich empfanden.

Unterstützt wird das Programm weiterhin von der Unternehmerstiftung für Chancengerechtigkeit (USC) als strategischer Partner. Im Land Bremen finanziert die USC neben dem Materialbudget Personalstellen für die begleitende wissenschaftliche Evaluation, agiles Programm-Management und die nachhaltige Verstetigung des Lesebands.

Mareike van Oosting, Geschäftsführerin der USC, betont: "Wir sind stolz, mit dem Senator für Kinder und Bildung einen so entschlossenen Partner zu haben. Gemeinsam setzten wir qualitätsvolle Leseförderung flächendeckend und nachhaltig um und verbessern damit strukturell die Lesekompetenz aller Kinder im Land. Als Unternehmerstiftung investieren wir gezielt in skalierbare Erfolgsmodelle, die langfristig im Bildungssystem verankert werden und faire Chancen für Kinder und Jugendliche ermöglichen - unabhängig von Herkunft und Einkommen ihrer Eltern."

Der Erfolg des Lesebands geht weiter: Nach den Grundschulen erreicht das Programm jetzt auch verstärkt die weiterführenden Klassen. Denn: Lesen hört nicht nach der Grundschule auf: Das Leseband wird Schritt für Schritt auf die weiterführenden Klassen ausgeweitet. Neben den Grundschulen sind bereits heute 26 Bremer Oberschulen mit ihren jeweils fünften und sechsten Klassen am Projekt Leseband beteiligt, ab Sommer kommen weitere 25 Oberschulen hinzu.

Weitere Informationen zur bundesweiten Lesebandallianz gibt es hier: www.das-leseband.de

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Foto: Michael Schnelle/SKB
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Ansprechpartnerin für die Medien:
Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de