Der Senat hat heute (Dienstag, 3. Februar 2026) beschlossen, das Verbot von Waffen und Messern in Bremen deutlich auszuweiten. Ziel der neuen Regelungen ist es, die Sicherheit am Hauptbahnhof und im öffentlichen Personennahverkehr spürbar zu verbessern.
Das Waffen- und Messerverbot in der Bahnhofsvorstadt gilt weiterhin von 22 bis 6 Uhr. Neu einbezogen werden das Bahnhofsgebäude selbst, der Willy-Brandt-Platz sowie die Bereiche Richtweg und Contrescarpe. Im Bahnhofsgebäude gilt das Verbot künftig ganztägig.
Erstmals gilt das Waffen- und Messerverbot auch landesweit im öffentlichen Personennahverkehr – und zwar rund um die Uhr in allen Bussen, Bahnen, Straßenbahnen sowie an Haltestellen und Bahnsteigen. Taxen sind von der Regelung nicht erfasst.
Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 10.000 Euro. Verbotenerweise geführte Waffen und Messer können eingezogen werden.
Ausgenommen sind unter anderem Messer in einem verschlossenen Behältnis oder einer Verpackung, sodass sie nicht unmittelbar greifbar sind. Berufsgruppen wie Polizeikräfte, Handwerker oder Rettungskräfte sind bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ebenfalls vom Messerverbot ausgenommen.
Innensenatorin Dr. Eva Högl: "Die Sicherheit der Menschen hat für uns höchste Priorität. Mit dem erweiterten Waffen- und Messerverbot am Hauptbahnhof ermöglichen wir Polizei und Ordnungsamt wirksame Kontrollen und stärken damit deutlich die Sicherheit von Reisenden und Gewerbetreibenden."
Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal: "Im öffentlichen Nahverkehr treffen viele Menschen auf engem Raum aufeinander. Konflikte können dort deshalb besonders schnell eskalieren. Mit dem Waffenverbot im ÖPNV wollen wir die Sicherheit der Fahrgäste erhöhen und ein sicheres Umfeld für alle Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs schaffen. Unsere Busse und Bahnen müssen Orte sein, an denen sich Menschen sicher bewegen können – auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder nach Hause. Es stärkt das Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr und schützt die Menschen, die ihn jeden Tag nutzen. Das Waffen- und Messerverbot im ÖPNV ist Teil eines Sicherheitspakets des Senats für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum."
Die neue Regelung tritt am Tag nach ihrer Verkündung am morgigen Mittwoch, 4. Februar 2026, in Kraft.
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