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Sonstige

Ein Tag gegen Gewalt – Entwicklungen und Ansätze in Bremen

19.11.2008

Veranstaltung der Gleichstellungsstelle am 25. November

25 Prozent aller in Deutschland lebenden Frauen erfahren regelmäßig häusliche Beziehungsgewalt, sprich: jede vierte Frau wird von ihrem Partner geschlagen. Das Thema Gewalt gegen Frauen bleibt damit trauriger Dauerbrenner und ist uns Anlass, am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2008, Expertinnen, Experten und Interessierte herzlich einzuladen:


Ein Tag gegen Gewalt – Entwicklungen und Ansätze in Bremen
Dienstag, 25.11.2008
20.00 Uhr
Kultursaal der Arbeitnehmerkammer
Der Eintritt ist frei.



Im Rahmen des Abends stellt sich der Notruf für vergewaltigte Frauen vor, berichtet aus seiner aktuellen Arbeit und analysiert die Situation für von Gewalt bedrohte Frauen in Bremen. Des Weiteren zeigt die Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau einen Film „Geheimes Theater: Gewalt gegen Frauen“ (14 Minuten), für den Schauspieler/innen in Bremer Shopping-Centern Szenen stellten, in denen Männern Frauen Gewalt antaten – und erleben mussten, dass die vorbeilaufenden Passant/innen – wenn überhaupt – sehr spät eingriffen. „Dieser kurze Film zeigt in erschreckender Weise, wie gleichgültig, ja in Teilen sogar zustimmend Menschen sind, wenn Frauen Gewalt von ihrem Partner angetan wird“, berichtet Brigitte Lück, zuständige Expertin in der Gleichstellungsstelle, „die Reaktionen reichen von Wegsehen bis zu Kommentaren wie ‚Hau ihr eine rein’.“ Und wenn es um Migrantinnen ging, die geschlagen wurden – auch diese Szene wurde mehrfach gestellt – dauerte es am längsten, bis von den Vorbeigehenden Hilfe kam.

„Wir möchten an diesem Abend mit Fachpublikum und interessierten Bremerinnen und Bremern darüber sprechen, was hinter dieser Gleichgültigkeit steckt“, so Brigitte Lück weiter, „und wie es gelingen kann, Potenziale für Zivilcourage in der Bevölkerung zu aktivieren.“