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Die Senatorin für Justiz und Verfassung

Todesfall in der Justizvollzugsanstalt Bremen


03.03.2003

In der Justizvollzugsanstalt Bremen ist heute ein 33-jähriger Strafgefangener libanesischer Herkunft am Arbeitsplatz verstorben. Die Todesursache ist unklar.


Der Mann war heute Morgen normal zu seiner Arbeit in der Wäschekammer gegangen. Er befand sich auch nicht in ärztlicher Behandlung. Um 10.40 Uhr sank er plötzlich um. Der sofort herbei gerufene Anstaltsarzt sowie die von ihm hinzu gezogenen Notärzte konnten den Gefangenen nicht reanimieren.


Die Kriminalpolizei wurde umgehend verständigt. Die Todesursache muss durch eine Obduktion geklärt werden.


Vor der Anstalt versammelte sich in den Mittagsstunden eine größere Gruppe von Verwandten, die Einlass in die Anstalt begehrten. Dies machte einen Polizeieinsatz notwendig. Die Anstaltsleitung genehmigt zwei der Verwandten des Verstorbenen den Einlass in die Anstalt, damit sie sich im Gespräch mit zwei weiteren libanesischen Gefangenen, die Zeugen des Todes gewesen waren, überzeugen können, dass seitens der Anstalt sofort alles Notwendige zur Rettung des Verstorbenen getan worden war.


Der Verstorbene verbüßte zwei Strafen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Er war einmal zu 4 Jahren und 6 Monaten und in einem weiteren Fall zu 5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er saß nach fast 1-jähriger Untersuchungshaft seit dem 9. Januar 2001 in der Strafhaft ein. Die Strafen wären im Juli 2007 verbüßt gewesen.