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Bremerhaven wettert Nikolaus-Flut ohne größere Probleme ab

06.12.2013

Bremerhaven, die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste, hat die schwere Sturmflut in der Nacht zum 6. Dezember 2013 ohne größere Probleme überstanden. Der maximale Wasserstand pendelte sich kurz vor 3 Uhr morgens auf etwa 3,15 Meter über mittlerem Hochwasser (MHW) ein. "Damit war diese Sturmflut die dritthöchste, die Bremerhaven seit 1907 erlebt hat", sagte bremenports-Geschäftsführer Robert Howe. Lediglich Sturmfluten in den Jahren 1962 und 1976 waren an der Wesermündung höher aufgelaufen. Für den Nachmittag des Nikolaus-Tages bereitete sich bremenports auf eine weitere Sturmflut mit deutlich geringeren Wasserständen vor.

Für die vergangene Nacht hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Bremerhaven zunächst maximale Wasserstände von 3,50 bis 4,00 Meter über MHW vorhergesagt. "Dass diese Werte nicht erreicht wurden, hatte zwei Gründe", sagte der für den Hochwasserschutz in der Seestadt verantwortliche bremenports-Geschäftsbereichsleiter Henry Behrends. "Der Wind drehte nicht – wie vorhergesagt – auf Nordwest, sondern kam durchgehend aus westlichen Richtungen. Gleichzeitig fiel der Sturm nicht so kräftig aus wie erwartet."

Die Hafengesellschaft bremenports hatte in ihrer Zentrale am Bremerhavener Weserdeich eine Einsatzleitstelle eingerichtet. Bis zum Nachmittag schlossen bremenports-Arbeiter die etwa 50 Öffnungen (Tore, Deichscharte) in der Deichlinie, um die Stadt und den Hafen vor der Sturmflut zu schützen. Frühzeitig war auch das Sturmflutsperrwerk an der Kennedy-Bücke geschlossen worden, das seit 1961 verhindert, dass das Wasser Bremerhaven und sein niedersächsisches Hinterland gefährdet.

Als die Flut auflief, machten sich zehn Deichbeobachter an die Arbeit. Jeweils zwei dieser bremenports-Mitarbeiter fuhren einen von fünf Deichabschnitten ab und suchten den Schutzwall nach Schäden ab. Sicherheitshalber hatte die stadtbremische Hafengesellschaft einen Lkw mit bereits gefüllten Sandsäcken bereitgestellt. In einer Lagerhalle im Überseehafen hält bremenports 3000 gefüllte und weitere 25.000 leere Sandsäcke bereit.

Die Nikolaus-Flut lief in Bremerhaven 38 Zentimeter niedriger auf als die Jahrhundertflut des Jahres 1962. "Der neue Weserdeich in der Innenstadt hat seine erste Bewährungsprobe glänzend bestanden", sagte Howe. Bis zur Sturmflutsaison 2012/2013 hatte bremenports das etwa 800 Meter lange Teilstück um bis zu zwei Meter erhöhen und deutlich verbreitern lassen.

Ansprechpartner für die Medien

Rüdiger Staats
Pressesprecher bremenports GmbH & Co. KG
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