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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Ausbildung von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern wird erneuert

02.02.2012

Die Ausbildung von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern wird erneuert. Die Auszubildenden sollen künftig nicht mehr wie bisher entweder in der Altenpflege, das heißt in Pflegeeinrichtungen, oder in der Krankenpflege, das heißt, im Krankenhaus, ausgebildet werden. Die neue, zweijährige Ausbildung soll diese Bereiche integrieren. Die Krankenpflegehelferinnen und -helfer werden zukünftig ihr Aufgabenfeld in der Pflege und Versorgung von alten, kranken oder aus anderen Gründen pflegebedürftigen Menschen finden. Sie werden in stationären Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder dem häuslichen Umfeld der zu Pflegenden tätig sein. Dabei werden sie eine wichtige Unterstützung der dreijährig ausgebildeten Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege und der Altenpflege sein.

Das neue Ausbildungsmodell, das von den Senatsressorts Gesundheit und Soziales gemeinsam unterstützt und vorangetrieben wird, realisieren in einem Schulversuch die Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser und die Altenpflegeschule der Wirtschafts- und Sozialakademie (wisoak) in Kooperation mit der Bremischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz.

Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper: „Wir müssen dem demografischen Wandel und dem neuen Arbeitsmarkt in der Pflege gerecht werden. In den Krankenhäusern steigt das Durchschnittsalter der Patientinnen und Patienten. In der Altenpflege hingegen werden Kenntnisse aus der Krankenpflege und Erfahrungen aus dem Krankenhaus immer gefragter. Ambulante Pflegedienste erbringen zum Beispiel vermehrt Leistungen der Krankenpflege, die über die Krankenkassen abgerechnet werden.“

Voraussetzung für die integrierte Pflegehelferinnenausbildung ist der Hauptschulabschluss. Es ist möglich, zusätzlich den Mittleren Schulabschluss zu erwerben und damit Zugang in die Fachkraftausbildung zu bekommen.

Dies gehört zu den Maßnahmen, mit denen der Senat dem drohenden Fachkräftemangel in der Pflege begegnen will. Sozialsenatorin Anja Stahmann: „Die Pflegeberufe müssen jetzt neu gestaltet werden. Die bisherigen Spartenausbildungen haben sich überholt. Den integrierten Pflegeausbildungen gehört die Zukunft. Sie bieten jungen Menschen neue Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Wir wollen die wachsende Pflegebranche unbedingt dazu nutzen, jetzt mehr jungen Menschen einen krisensicheren Weg ins Berufsleben zu ermöglichen.“

Das neue Ausbildungsmodell startet als Schulversuch und wird von der Universität Bremen begleitet. Die Finanzierung erfolgt durch die Vergabe von Bildungsgutscheinen von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Bremen, durch Mittel der Ressorts für Soziales und Gesundheit, von den Krankenkassen sowie aus Mitteln des europäischen Sozialfonds (ESF).

Interessierte können sich an die Bremer Krankenpflegeschule wenden unter Tel. 0421 / 5599-441. www.bremer-krankenpflegeschule.de, oder an die Altenpflegeschule der wisoak unter Tel. 0421 / 4499-621