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Der Senator für Kultur

„Vermittelnd und integrativ für die Stadt und die Kultur gewirkt“

Staatsrätin Emigholz verleiht Senatsmedaille für Kunst und Wissenschaft an Prof. Dr. Wulf Herzogenrath

23.09.2011
Staatsrätin Emigholz überreicht Prof. Herzogenrath die Senatsmedaille für Kunst und Wissenschaft
Staatsrätin Emigholz überreicht Prof. Herzogenrath die Senatsmedaille für Kunst und Wissenschaft

Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz hat heute (Freitag, 23. September 2011) Prof. Dr. Wulf Herzogenrath für seine Verdienste um die Bremer Kunsthalle und die Kultur in Bremen mit der Senatsmedaille für Kunst und Wissenschaft geehrt. Gleichzeitig verabschiedete sich Prof. Herzogenrath nach 17 Jahren als Direktor des Museums in den Ruhestand.
Die Veranstaltung in der Oberen Rathaushalle war zugleich dem Gedenken an Hans Diers gewidmet. Der Geschäftsführer der Kunsthalle war in dieser Woche überraschend verstorben. Staatsrätin Emigholz würdigte die große Kompetenz und den hohen Einsatz von Hans Diers für die Kunst in Bremen und bat „um einen Moment des Innehaltens bei einer eigentlich fröhlichen Abschiedsfeier“. Das Mitgefühl gelte seiner Familie. Herzogenrath selbst sprach von einem „großen Verlust“, und Georg Abegg, Vorsitzer des Kunstvereins, bekannte: „Wir sind alle sehr traurig.“

Bei der sich anschließenden Überreichung der Senatsmedaille betonte Staatsrätin Emigholz, dass sich Prof. Dr. Herzogenrath große Verdienste um Bremen erworben habe: „Vermittelnd und integrativ haben Sie für die Stadt und für die Kultur gewirkt und sich dabei stets als Bremer verstanden.“ Mit großer Hingabe und Leidenschaft sei es Herzogenrath gelungen, in seinen Ausstellungsprojekten wissenschaftlichen Anspruch und Ernsthaftigkeit mit dem Anliegen zu verbinden, die Kunst möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Staatsrätin Emigholz: „Die Bremerinnen und Bremer waren glücklich, wenn Sie ihre Projekte präsentiert haben, und dafür sind wir Ihnen zu großem Dank verpflichtet.“

Georg Abegg sagte, dass es Herzogenraths großes Talent gewesen sei, Menschen für die Kunst zu begeistern. Sein Engagement habe dazu geführt, dass die Kunsthalle heute ein international geschätzter Partner sei. Abegg: „Wir sind stolz, dass Prof. Herzogenrath mit dieser Medaille ausgezeichnet wird.“

In ihrer Laudatio auf Prof. Herzogenrath sagte Dr. Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen, dass kaum jemand die vielen Facetten seines Berufs so ausspielen könnte wie er. Parallel zu seiner Promotion über Oskar Schlemmers Wandbilder bearbeitete Herzogenrath den Katalog zur Stuttgarter Bauhaus-Ausstellung und wurde so zum Experten auf diesem Gebiet. Mit der Video- und Medienkunst habe Herzogenrath die Bremer Kunsthalle um einen wichtigen Schwerpunkt erweitert und erwarb dabei Werke von Nam June Paik oder John Cage.
Ausstellungen wie „Der blaue Reiter“, „Van Gogh: Felder“ oder „Paula in Paris“ seien in ihrer Verbindung von hoher Wissenschaftlichkeit und populärer Vermarktung „modellbildend“ gewesen.

Prof. Dr. Herzogenrath dankte in seiner Rede für viele „beglückende Momente“ in den vergangenen 17 Jahren. „Mit der heutigen Auszeichnung wird nicht nur mein Wirken, sondern die Kultur geehrt, und ich bin der Politik für dieses eindeutige Bekenntnis zur Kultur sehr dankbar.“

Foto: Senatspressestelle