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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Neun Bremer Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund erhielten gestern START-Stipendien

Bedarf an Bildungsförderung ist weiterhin hoch - In Bremen werden insgesamt 50 Schülerinnen und Schüler durch zehn Partner gefördert

02.11.2010

Sechs Mädchen und drei Jungen wurden gestern in Bremen in das START-Stipendienprogramm für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen. Sie erhalten nun eine materielle Unterstützung in Form eines Bildungsgeldes in Höhe von monatlich 100 Euro und einer PC-Grundausstattung mit Internetanschluss sowie eine intensive ideelle Förderung im Bildungsbereich. Mit dem Stipendium werden sie für gesellschaftliches Engagement und gute schulische Leistungen (Notendurchschnitt von 2,5 und besser) ausgezeichnet.

START hat zum Ziel, die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Abitur zu unterstützen und ihnen damit die Teilhabe an der Gesellschaft zu erleichtern. Getragen wird das START-Stipendienprogramm in Bremen von der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung–gGmbH und der BEGO Bremer Goldschlägerei, der Beluga Shipping GmbH, der Bremer Landesbank, der Freien Hansestadt Bremen – Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft, der Cordes & Graefe KG, Kornelia und Heinrich Engelken, der OHB-System AG, Dres. Karina und André-Michael Schultz und der Sparda-Bank Hannover-Stiftung.
START hat in Bremen, wo es seit 2005 angeboten wird, insgesamt ein Finanzvolumen von rund 1,4 Millionen Euro erreicht.

Ihre Aufnahmeurkunden erhielten die Neustipendiatinnen und -stipendiaten u.a. aus den Händen von Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper. „Unsere START-Stipendiatinnen und Stipendiaten stehen stellvertretend für alle erfolgreichen, engagierten und sehr gut integrierten Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund“, unterstrich die Senatorin. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 16 Jahre alt und bosnisch-herzegowinischer, ghanaischer, iranischer, libanesischer, kasachischer, polnischer, türkischer und ukrainischer Herkunft. Sechs besuchen Gymnasien, eine die Oberschule und zwei Gesamtschulen. Durchgesetzt haben sich die Jugendlichen unter rund 70 Bewerbern.

In den 14 Bundesländern, in denen START in diesem Jahr für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) ausgeschrieben war, haben sich mehr als 2.000 Jugendliche beworben. Davon können insgesamt rund 200 junge Menschen aufgenommen werden. „Wir sind sehr stolz darauf, dass zehn Prozent aller diesjährigen Bewerber von den Angeboten des START-Stipendienprogramms profitieren können“, betonte Dr. Kenan Önen, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH. „Mit der gezielten Bildungsförderung will START dazu beitragen, dass mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund das Abitur machen.“

In Bremen werden aktuell 50 Schülerinnen und Schüler gefördert. Zum Ende des vergangenen Schuljahrs haben sieben Stipendiatinnen und Stipendiaten das Abitur abgelegt. Damit zählt Bremen insgesamt bereits 28 Abiturienten, die sich im START-Alumni-Verein weiterhin vernetzen können. „Mit viel Freude begleite ich seit mehreren Jahren START in Bremen und bin begeistert von den bemerkenswerten jungen Menschen, die ihre Schullaufbahn mit einem großartigen Abitur beenden“, unterstrich Heinrich Engelken, Vorstand der Bremer Landesbank und privater Förderer von START in Bremen.

In den 14 START-Bundesländern (alle außer Bayern und Baden-Württemberg) haben seit Beginn des Programms insgesamt 485 Jugendliche das Abitur abgelegt – das sind 97 Prozent aller geförderten Jugendlichen des jeweiligen Jahrgangs. Zu diesem Erfolg trägt die ideelle Förderung maßgeblich bei. Sie umfasst verpflichtende Bildungsseminare beispielsweise zu den Themen „Demokratie und Partizipation“, „Medien in Theorie und Praxis“ und „Rhetorik“ genauso wie frei wählbare Seminare im künstlerisch-kreativen, musikalischen und naturwissenschaftlichen Bereich, die den Jugendlichen ermöglichen, ihren individuellen Interessen und Talenten intensiv nachzugehen. Hinzu kommen Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung und die Vermittlung von Praktika.

Die jetzt in Bremen aufgenommenen Stipendiatinnen und Stipendiaten zählen zu bundesweit insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schülern, die aktuell unterstützt werden. Den Jugendlichen wird das START-Stipendium zunächst für ein Jahr gewährt. Bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement wird es in der Regel bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert.

Die START-Stipendiatinnen und -Stipendiaten des Jahrgangs 2010/2011 (aus Datenschutzgründen wird auf die Angabe von Nachnamen verzichtet):

Die START-Stipendiatinnen und -Stipendiaten
Die START-Stipendiatinnen und -Stipendiaten

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das START-Schülerstipendienprogramm im Jahre 2002 mit rund 20 Stipendien in Hessen begonnen. Heute unterstützen über 100 Kooperationspartner das Programm – Stiftungen aus Deutschland und den USA, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Seit 2007 führt die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Im Schuljahr 2010/2011 werden insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schüler aus rund 70 Herkunftsländern gefördert. Zusammen mit den Stipendiaten, die bereits das Abitur abgelegt haben, profitier(t)en rund 1.200 Stipendiaten von dem Programm. START ist in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten.

Kontakt:
Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Katja Eckstein / Werner Willker, Landeskoordination START in Bremen, Rembertiring 8-12, 28195 Bremen, Tel.: 0 421-36 11 02 36
E-Mail: Katja.Eckstein@startbremen.de, Werner.Willker@startbremen.de

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START-Stiftung gGmbH c/o ICPAHL & GÜTTLER, Silke Güttler, Gluckstr. 27 H, 60318 Frankfurt a.M., Tel.: 0 69-66 12 48 52, Fax: 0 69-66 12 48 53,
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