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Senatskanzlei

„Aus Städtepartnerschaft ist Aufbaupartnerschaft geworden“

Veranstaltung im Rathaus zu Ost-West Städtepaaren

12.08.2010

Die beiden Hansestädte Bremen und Rostock sind seit dem Jahr 1989 partnerschaftlich verbunden. Bereits vor dem Mauerfall hatten Bremen und Rostock einen Rahmenvertrag zur Zusammenarbeit entschlossen. „Aus dieser Städtepartnerschaft ist eine Aufbaupartnerschaft geworden“, betonte Bürgermeister Jens Böhrnsen am gestrigen Abend (11.8.2010) bei der Veranstaltung „Das Gemischte Doppel – Ost-West im Dialog“ im Bremer Rathaus. Sie war Teil einer bundesweiten Reihe, in deren Rahmen Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière als Beauftragter der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern sucht. Es geht um Ost‐West‐Städtepaare, deren Heimatorte seit 1990 keinen einheitlichen, aber doch ähnlichen Weg gegangen sind.

Im Gespräch: (von links) Düwel, Marco Bode, Thomas de Mazière, Moderatorin Jacqueline Boysen, Stefan Beinlich und Marco Fuchs
Im Gespräch: (von links) Irmhild Düwel, Marco Bode, Thomas de Maizière, Moderatorin Jacqueline Boysen, Stefan Beinlich und Marco Fuchs

Bremen und Rostock sind solch ein „Doppel“. Bei der gut besuchten Veranstaltung erinnerte der Bürgermeister daran, dass die Einheit aus den Städten und Gemeinden heraus gestaltet worden sei. Zahlreiche Bremerinnen und Bremer hätten sich seinerzeit in Rostock engagiert und aktiv bei der Neuorganisation der kommunalen Selbstverwaltung oder der Gerichtsbarkeit beteiligt. „Das hat Bremen und Rostock zusammengeführt“, sagte Böhrnsen

Die Deutsche Einheit hat nicht nur die ostdeutschen Städte nachhaltig verändert, sondern auch in Westdeutschland mussten sich Städte und Regionen neu orientieren. Daran erinnerte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Ihm gehe es nicht um einen Blick zurück, sondern um eine Bilanz des Einigungsprozesses im Bereich Arbeit und Strukturwandel. „Mir war wichtig, im 2o. Jahr der Einheit eine Veranstaltung über Gegenwart und Zukunft zu wählen“, sagte der Innenminister. Im Gespräch auf dem Podium im Bremer Rathaus diskutierten Irmhild Düwel, Leiterin des „Aus- und Fortbildungszentrum Rostock“ und Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender von OHB Technology sowie die ehemaligen Fußballspieler Stefan Beinlich (Hansa Rostock) und Marco Bode (Werder Bremen) über die Auswirkungen des Strukturwandels und die jeweils spezifischen Entwicklungen der beiden Städte in den letzten 20 Jahren.

Bereits im Juni 2010 hatte es mit dem Städtepaar Halle/Saale und Karlsruhe zum Thema Wissenschaft ein erstes „Gemischtes Doppel“ gegeben. Die weiteren Veranstaltungen finden am 24. August in Frankfurt am Main zum Thema Wirtschaft mit der Partnerstadt Leipzig und am 17. September in Dresden zum Thema Kultur mit der Partnerstadt Hamburg statt.

Foto: Senatspressestelle