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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Wie informieren über Rassismus im Gesundheitswesen

Beteiligung von Betroffenenorganisationen und des Bremer Rates bei Überarbeitung der Ressortwebsite

25.09.2026

Rassismus im Gesundheitswesen hat viele Gesichter: Gesundheitliche Beschwerden von Patientinnen und Patienten mit Migrationserfahrung werden häufiger nicht ernstgenommen, ihre Terminanfragen seltener positiv beantwortet oder Behandlungen nicht angeboten. Wie zukünftig über Hinweise und Angebote für Betroffene auf der Website des Gesundheitsressorts informiert werden sollte, dazu tauschten sich am 23. September 2026 Mitglieder von Bremer Migrant:innenorganisationen, des Bremer Rates für Teilhabe und Diversität sowie Mitarbeitende der Verwaltung aus.

Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz: "Rassismus im Gesundheitswesen ist kein Randphänomen und hat weitreichende Folgen. Erlebte Diskriminierung kann zu langfristigen gesundheitlichen Schäden oder vorzeitigem Tod führen. Mit dem Landesaktionsplan gegen Rassismus gehen wir entschlossen dagegen vor. Herkunft, Sprache und Lebenssituation dürfen keine Rolle spielen – weder im Krankenhaus, noch im Pflegeheim oder in einer Praxis. Betroffene sollen sich zukünftig auf der Website des Gesundheitsressorts besser über Beschwerdestellen und Beratungsangebote informieren können. Daher ist die aktive Beteiligung von Migrant:innen bei der Überarbeitung unverzichtbar und wertvoll."

So soll die Website zukünftig Beispiele für Diskriminierungen enthalten, damit Betroffene wissen, dass sie Diskriminierung erfahren haben. Auch sollen Betroffene dort Hinweise für Unterstützungsangebote und Fachkräfte im Gesundheitswesen weiterführende Informationen erhalten. Die Website des Gesundheitsressorts soll bis Ende des Jahres überarbeitet werden. Die neuen Inhalte werden in mindestens sieben Sprachen zu finden sein. Die bereits bestehenden Informationen auf der Unterseite www.gesundheit.bremen.de sind auf Deutsch, Englisch, Französisch und Bulgarisch abrufbar. So sollen möglichst viele Bremerinnen und Bremer erreicht werden.

Am Austausch nahmen unter anderem Mitglieder des Bremer Rates für Teilhabe und Diversität, des Arabischen Frauenbunds Bremen und von Humanitymed teil. Die Moderation übernahm Gülcan Yoksulabakan-Üstüay vom Aus- und Fortbildungszentrum (AFZ).

Nach dem Auftakt im Juni 2023 und der Veranstaltung zum Einladungsschreiben zu den Schuleingangsuntersuchungen im September 2024 war die Veranstaltung der dritte Austausch zur Umsetzung des Handlungsfeldes "Gesundheit, Pflege und ältere Menschen". Es ist eines von 13 Handlungsfeldern des im Oktober 2021 vom Bremer Senat beschlossenen "Rahmenkonzeptes gesellschaftliche Teilhabe und Diversity". Das Integrationskonzept des Landes Bremen zielt darauf ab, die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben in Bremen und Bremerhaven zu stärken. Die Ansatzpunkte und Maßnahmen der einzelnen Handlungsfelder werden von den jeweils zuständigen Ressorts eigenverantwortlich umgesetzt. Zudem ist das Beteiligungsformat eine Maßnahme des Landesaktionsplans gegen Rassismus.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de

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