Klimafreundlicher Neubau soll Kindern optimale Lernbedingungen bieten
04.09.2026Geschafft: Nach nicht einmal zweijähriger Bauzeit haben die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsgrundschule Alter Postweg ihren Schulneubau bezogen. Mit einem Schulfest wurden die neuen Gebäude im Beisein von Finanzsenator Björn Fecker und Bildungssenator Mark Rackles heute (4. September 2026) eingeweiht. Die Familien konnten sich bei dieser Gelegenheit selbst ein Bild von den optimalen Lernbedingungen in den modernen Räumlichkeiten machen, in denen ihre Kinder einen Gutteil des Tages verbringen. Die neue Schule wird die zwölf Klassen der Schule am Alten Postweg aufnehmen und so insgesamt rund 280 Schulplätze in Hastedt langfristig absichern. Mit dem Neubau stehen nun auch alle räumlichen Voraussetzungen für den Ganztagsbetrieb bereit.
Finanzsenator Björn Fecker: "Mit diesem Neubau haben wir in eine sehr gute Lernumgebung investiert, in der sich die Kinder mit all ihren Talenten entfalten können. Diese Schule ist für den Stadtteil ein dicker Pluspunkt. Mich freut auch, dass bei diesem Neubau mit Solaranlage und Dachbegrünung der Klimaschutz konsequent mitgedacht wurde. Die Baukosten und der Zeitplan wurden eingehalten, für die hervorragende Zusammenarbeit möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken. Auch wenn die vorübergehende Unterbringung in Mobilbauten für die Kinder und Lehrkräfte sicherlich mitunter herausfordernd war, hoffe ich, dass jetzt alle sagen können: Für diesen Neubau hat es sich gelohnt."
Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles: "Schulen sollten Orte sein, an denen Kinder gerne lernen, Freundschaften schließen und Selbstvertrauen entwickeln können. Der Neubau in Hastedt schafft dafür hervorragende Bedingungen. Ich freue mich, dass wir diesen historischen Schulstandort stärken. Wir investieren weiter, denn moderne Lernräume für Schülerinnen und Schüler sowie ein attraktives Arbeitsumfeld für die Menschen, die sie jeden Tag begleiten, helfen uns dabei, die Qualität der Bildung in Bremen nachhaltig zu verbessern."
Schulleiter Sebastian Gerber: "Wir freuen uns, endlich Ganztagsschule zu werden. Und das nicht nur in einem zweckdienlichen, sondern auch in einem kindgerechten und rundherum richtig tollen Gebäude."
Dr. Susann Cordes, Geschäftsführerin von Immobilien Bremen: "Der Neubau am 'Alten Postweg' hat gezeigt, dass wir über einen 'Werkzeugkasten' verfügen, mit dem öffentliches Bauen in Bremen schnell, wirtschaftlich und mit hoher architektonischer Qualität umgesetzt werden kann. Unser ÖPP-Vertragspartner Goldbeck hat die Schule im Zeit- und Kostenrahmen realisiert und übernimmt auch den technischen Gebäudebetrieb. Vielen Dank an alle Beteiligten für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, die dieses tolle Ergebnis ermöglicht hat."
Prof. Dr.-Ing. Sven Uhrhan, Geschäftsführer der Bildungsbaugesellschaft Bremen: "Das gewählte Planungs- und Bauverfahren in öffentlich-privater-Partnerschaft (ÖPP) zeigt hier seine Stärken, um zeit- und kostenorientiert Schulbau umzusetzen. Gleichzeitig zeigt das architektonische Ergebnis, dass sich eine ansprechende Gestaltung und serielle Vorfertigung nicht zwingend ausschließen. So wird die neue Grundschule mit Kita und Turnhalle vor allem für die Kinder und Lehrkräfte zu einem attraktiven Ort, an dem das Lernen leicht von der Hand gehen wird. Die Bildungsbau Bremen stellt als neue Eigentümerin und Betreiberin sicher, dass diese Lernumgebung langfristig gepflegt und auch über die schulische Nutzung hinaus eine Bereicherung für den Ortsteil wird".
Goldbeck Public Partner-Geschäftsführer Carsten Hense: "Die Grundschule am Alten Postweg steht für das, was uns als Goldbeck auszeichnet: partnerschaftliches Handeln, effiziente Umsetzung und langfristige Verantwortung. Gemeinsam mit Immobilien Bremen und allen Projektbeteiligten haben wir gezeigt, dass sich hohe Qualität und kurze Realisierungszeiten nicht ausschließen, sondern durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erfolgreich verbinden lassen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir diesen Standort nicht nur planen und bauen durften, sondern ihn auch in den kommenden 25 Jahren im Betrieb begleiten werden."
Entstanden sind für die dreizügige Grundschule in Hastedt zwei durch ein Foyer mit Mensa verbundene Gebäude. Die Nettogeschossfläche beträgt gut 5.200 Quadratmeter. Der Neubau ist klimafreundlich mit Fernwärmeanschluss, Photovoltaikanlagen und Dachbegrünung auf dem Kabinentrakt ausgestattet. Die helle Klinkerfassade fügt sich harmonisch in die städtebauliche Umgebung ein. Außer dem Schulgebäude wurden auch eine Turnhalle und eine Kita errichtet, die zwei Gruppen beherbergt. Die reinen Baukosten belaufen sich auf rund 21,5 Millionen Euro. Den straffen Zeitplan punktgenau umgesetzt hat im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) die Firma Goldbeck Public Partner GmbH. Immobilien Bremen oblag die Projektsteuerung. Inzwischen ist die Bildungsbau Bremen GmbH & Co. KG Eigentümerin der Gebäude, deren Betrieb und Instandhaltung das Unternehmen Goldbeck im Rahmen des ÖPP-Modells für 25 Jahre übernimmt.
Unter anderem wegen Statik-Problemen war das Schulgebäude am Alten Postweg nach 100 Jahren so baufällig geworden, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen wäre. Daraufhin wurde ein Neubau an gleicher Stelle geplant. Für eine Übergangszeit waren die Schülerinnen und Schüler in einer Mobilbau-Schule auf dem Areal des ehemaligen Eissportstadions am Jakobsberg untergebracht.
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