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Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation | Sonstige

Klima-Waldpark Oslebshausen eröffnet

Neue Grün- und Wegeverbindung für mehr Lebensqualität

28.08.2026

Gemeinsame Pressemitteilung mit der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH

Der Klima-Waldpark in Bremen-Oslebshausen ist fertig. Auf einer rund 1,4 Hektar großen ehemaligen Brachfläche zwischen dem Wohnkomplex Wohlers Eichen und dem Pulverberg ist ein urbanes Naherholungsgebiet entstanden. Der Park bildet eine grüne Verbindung zwischen dem Wohngebiet und dem benachbarten Gewerbegebiet Riedemann-/Reiherstraße. Zugleich verbessert er die Aufenthaltsqualität im Quartier und trägt dazu bei, den Stadtraum besser an Hitze, Trockenheit und Starkregen anzupassen.

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, und Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, eröffneten die neue Grünfläche am heutigen Freitag (28. August 2026) symbolisch. Ab Mitte September wird der Park dann auch der Öffentlichkeit offenstehen, bis dahin benötigen Wegedecke und Grünsaat noch etwas Zeit, um sich richtig zu setzen.

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: "Der Klima-Waldpark ist aus einer konkreten städtebaulichen Aufgabe entstanden: Gewerbe und Wohnen liegen hier unmittelbar nebeneinander. Wir haben deshalb ein Konzept und die Förderung beim Bund mit dem Ziel beantragt, nicht einfach beide Nutzungen voneinander abzugrenzen, sondern sie durch eine gemeinsam nutzbare Grünfläche miteinander zu verbinden. Der Park bietet Raum für Naherholung und Begegnung, wertet das Quartier auf und stärkt Oslebshausen zugleich gegenüber den Folgen des Klimawandels."

Das Wirtschaftsressort hatte die Projektskizze im März 2021 für das Programm "Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel" beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumordnung (BBSR) eingereicht. Der Bund wählte das Bremer Vorhaben anschließend für eine Förderung in Höhe von 1.182.150 Euro aus. Rund 90 Prozent der Finanzierung des Klima-Waldparks stammen aus Bundesmitteln.

Das Bundesprogramm unterstützt Städte und Gemeinden bei der klimagerechten Umgestaltung ihrer Siedlungsräume. Im Mittelpunkt stehen die Erhaltung, Anpassung und Ausweitung öffentlicher Grün- und Freiflächen sowie die Stärkung der sogenannten grün-blauen Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem Vegetationsflächen, Bäume, Parks und Flächen, die Wasser aufnehmen, speichern oder zurückhalten können.

Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: "Hitze, Trockenheit und Starkregen stellen uns vor wachsende Herausforderungen. Klimaangepasste Stadtentwicklung ist deshalb eine zentrale Voraussetzung für lebenswerte und widerstandsfähige Orte. Mit dem Bundesprogramm unterstützen wir Kommunen dabei, ihre Grün- und Freiräume zu erhalten, weiterzuentwickeln und vielfältiger nutzbar zu machen. Der Klima-Waldpark Oslebshausen setzt diesen Ansatz überzeugend um: Aus einer bislang wenig nutzbaren Fläche ist eine grüne Verbindung geworden. Hier kommen Klimaanpassung, Stadtentwicklung und ein konkreter Nutzen für die Menschen vor Ort zusammen."

Ein 2,5 Meter breiter, barrierefrei gestalteter Haupt- und ein weiterer Weg mit wassergebundener Wegedecke führen nun vom Wendehammer Wohlers Eichen durch den Park bis zum Pulverberg. Ein Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten sowie zwei Balancier- und Kletterangebote schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Erholung und Bewegung. Auf der Fläche wurden unter anderem Eichensetzlinge und größere Jungbäume, Birken, Sträucher, einzelne Obstbäume sowie weitere Baumarten gepflanzt, die mit Hitze, längeren Trockenperioden und starkem Regen zurechtkommen sollen. Ein Klimabaum-Pfad macht unterschiedliche Baumarten und ihre Bedeutung für die Anpassung an den Klimawandel erlebbar.

Die WFB setzte das Projekt im Rahmen des Sondervermögens Gewerbe um. Die Hauptbauarbeiten begannen Mitte März 2026, vorab fanden umfangreiche archäologische Voruntersuchungen und Kampfmittelsondierungen statt. Neben den Pflanzungen und dem Wegebau wurden Böden ausgetauscht und zur Pflanzung vorbereitet. Im Bereich ehemaliger Hafenbahntrassen musste zudem aufwändig vorhandener Gleisschotter entfernt und durch geeigneten Boden ersetzt werden.

"Die Umsetzung auf einer früheren Bahn- und Brachfläche war anspruchsvoll. Alle Maßnahmen mussten eng aufeinander abgestimmt werden. Dass wir den Park heute eröffnen können, ist das Ergebnis einer sehr guten Zusammenarbeit aller Beteiligten", erklärte Andreas Heyer von der Bremer Wirtschaftsförderung. "Für uns steht das Projekt zugleich in direktem Zusammenhang mit unserer Arbeit im benachbarten Gewerbegebiet Riedemann-/Reiherstraße, das wir im Rahmen des Gewerbegebietsmanagements begleiten. Der Klima-Waldpark ist ein sichtbarer Baustein der zukunftsfähigen Weiterentwicklung und verbessert das Umfeld auch für die Beschäftigten dort."

Das Gewerbegebiet Riedemann-/Reiherstraße ist ein seit den 1970er-Jahren gewachsener Wirtschaftsstandort mit mehr als 90 ansässigen Unternehmen. Es weist einen hohen Versiegelungsgrad, vergleichsweise wenige Grünflächen und bislang kaum öffentlich nutzbare Aufenthaltsmöglichkeiten auf. "Tatsächlich kam der Anstoß für das Projekt unter anderem von den Unternehmen aus dem Gewerbegebiet, die in einer Befragung sagten, dass sie sich eine Aufwertung des Erscheinungsbilds wünschen", so Heyer. Der Klima-Waldpark ist deshalb im Integrierten Standortentwicklungskonzept für das Gebiet als Leuchtturmprojekt im Handlungsfeld Klimaanpassung und Ressourcenschonung verankert.

ACHTUNG REDAKTIONEN:
Ab etwa 15 Uhr steht Ihnen unter folgendem Link ein aktuelles Foto vom Termin zum Download zur Verfügung: www.wfb-bremen.de
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Ansprechpersonen für die Medien:

  • Christoph Sonnenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wht.bremen.de
  • Andrea Bischoff, Referentin Unternehmenskommunikation, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Tel.: (0421) 96 00 159, E-Mail: andrea.bischoff@wfb-bremen.de
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