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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Extreme Hitze im Land Bremen erwartet

Deutscher Wetterdienst veröffentlicht Hitzewarnung für Bremen und Bremerhaven

26.06.2026

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den morgigen Samstag (25. Juni 2026) für das Land Bremen eine Warnung vor extremer Wärmebelastung ausgesprochen. Der Schwellenwert der gefühlten Temperatur wird am Nachmittag 38 Grad Celsius überschreiten. Zusätzlich warnt der DWD vor einer extremen Hitzebelastung für alte und pflegebedürftige Menschen sowie allgemein vor einer Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung, insbesondere im dichtbebauten Stadtgebiet. Die Hitzewarnung wird voraussichtlich bis Sonntag (28. Juni 2026) gelten.

Tipps zum Umgang mit hoher Hitzebelastung:

  • Passen Sie – sofern möglich – Ihren Alltag der Hitzewelle an und verlegen Sie Tätigkeiten im Freien in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Vermeiden Sie körperliche Belastung nach Möglichkeit vollständig.
  • Bei hohen Temperaturen kommt man leicht ins Schwitzen. Daher: Trinken Sie viel – auch wenn Sie keinen Durst haben. Wasser oder ungesüßte Getränke sind bestens geeignet und vermeiden Sie Alkohol und Zucker. Um Magenbeschwerden zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass die Getränke nicht zu kalt sind. Sollten Sie ein Nieren- oder Herzleiden haben, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Hausärztin, welche Flüssigkeitsmenge für Sie geeignet ist.
  • Essen Sie möglichst verteilt auf den Tag mehrere kleine, leichte Mahlzeiten.
  • Halten Sie Ihren Wohnraum kühl: Jalousien, Vorhänge und Stoßlüften in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden sorgt für angenehmere Temperaturen. Sorgen Sie bei stehender Luft für Luftbewegung mit einem Ventilator.
  • Vermeiden Sie Tätigkeiten mit freiwerdender Hitze wie Backen oder Bügeln.
  • Halten Sie sich draußen möglichst viel im Schatten auf.
  • Halten Sie den Körper kühl, indem Sie sich in möglichst kühlen Räumen aufhalten oder legen Sie sich kühle feuchte Umschläge auf Arme, Beine, Stirn oder in den Nacken. Auch kühle Fußbäder sind sehr wohltuend. Aber Achtung: Zu kalt sollte das Wasser an heißen Tagen nicht sein, da kalte Duschen den Blutdruck in die Höhe treiben und so schwitzen Sie danach noch mehr.
  • Schlafen Sie ausreichend und möglichst im kühlsten Raum Ihrer Wohnung/ des Hauses und tauschen Sie die Bettdecke gegen leichte Laken.
  • Sonnenschutz: Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor und tragen Sie Sonnenhut und Sonnenbrille.
  • Tragen Sie leichte Kleidung in hellen Farben.
  • Lassen Sie niemals Kinder, geschwächte Personen und Haustiere im Auto zurück: Die Temperaturen steigen – je nach Außentemperatur – in geparkten Fahrzeugen innerhalb weniger Minuten auf bis zu 70 Grad Celsius an.
  • Vor allem Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Betreuende Personen sind angehalten besonders auf das richtige Verhalten zu achten.
  • Lassen Sie Ihre Arzneimittel auf Hitzeverträglichkeit prüfen und lagern Sie Ihre Arzneimittel ordnungsgemäß. Sprechen Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin zum richtigen Umgang an.

Weitere Informationen zum Umgang mit Hitze sowie zu kühlen Orten in Bremen und Bremerhaven sind auf dem Hitzeportal (hitzeportal.bremen.de/) zu finden.

Zusätzlich bietet das Gesundheitsamt Bremen eine telefonische Beratung zum Umgang mit Hitzewellen an. Das Beratungstelefon ist unter der Nummer (0421) 361 15513 montags und mittwochs, jeweils zwischen 9 und 13 Uhr zu erreichen.

Tagesaktuelle Informationen, ob im Land Bremen große Hitze zu erwarten ist, werden vom Deutschen Wetterdienst (www.dwd.de) ausgegeben.

Zum Hintergrund:

Bei Hitzewarnungen unterscheidet der Deutsche Wetterdienst zwei Warnstufen:

  • Stufe 1 "starke Wärmebelastung": Schwellenwert der gefühlten Temperatur am frühen Nachmittag überschreitet 32 Grad Celsius.
  • Stufe 2: "extreme Wärmebelastung": Schwellenwert der gefühlten Temperatur am früher Nachmittag überschreitet 38 Grad Celsius.

Die gefühlte Temperatur ist eine künstliche Größe, die das Temperaturempfinden eines Menschen beschreibt. Zur Berechnung der gefühlten Temperatur setzt der Deutsche Wetterdienst das Klima-Michel-Modell ein, das den Wärmehaushalt eines Modellmenschen (Klima-Michel) bewertet. Unter sommerlichen Bedingungen steigt die gefühlte Temperatur viel schneller als die Lufttemperatur.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de

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