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Senat beschließt 8,5 Millionen Euro für Bremer Verkehrsinfrastruktur

Mittel für Weserbrücke, Haltestellen und Radpremiumroute

21.04.2026

Der Senat hat heute (21. April 2026) drei Investitionsmaßnahmen aus dem Investitionssofortprogramm des Bundes aktiviert. Insgesamt fließen 9,7 Millionen Euro in die Bremer Verkehrsinfrastruktur — 8,5 Millionen Euro aus dem bremischen Anteil am Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) und knapp 1,2 Millionen aus dem bremischen Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Bremen erhält aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität knapp 941 Millionen Euro.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Bremen hält Wort und setzt seine Investitionsoffensive fort. Wir sorgen für mehr Teilhabe, für eine leistungsstarke Infrastruktur, für Klimaschutz und Klimaanpassung. Das ist nicht nur gut für die Lebensqualität in unserer Stadt, das ist auch gut für die Wirtschaft, das Handwerk und die Arbeitsplätze. Unser Fokus liegt auf den schaufelfertigen Projekten, bei denen die Bagger möglichst sofort loslegen können."

Finanzsenator Björn Fecker: "Heute haben wir drei Maßnahmen mit einem Volumen von rund 8,5 Millionen Euro beschlossen, die für die Bremerinnen und Bremer spürbare Verbesserungen bewirken. Wir finanzieren die vorbereitenden Maßnahmen zum Neubau der Bürgermeister-Smidt-Brücke. Damit schaffen wir die Basis dafür, dass Menschen auch in Zukunft gut und sicher über die Weser kommen. Wir investieren in barrierefreie Haltestellen. Das erleichtert den Alltag für viele Menschen, die mit dem Rollstuhl, Rollator oder auch dem Kinderwagen im ÖPNV unterwegs sind. Nicht zuletzt treiben wir mit dem Bauabschnitt Steffensweg den Ausbau des Premiumroutennetzes voran. Das ist gut für die vielen Radlerinnen und Radler in unserer Stadt. Das nützt dem Klimaschutz. Und das entlastet die Anwohnerinnen und Anwohner, die durch den Asphaltbelag künftig deutlich weniger Verkehrslärm ertragen müssen."

Senatorin Özlem Ünsal: "Was wir heute beschlossen haben, ist mehr als ein Haushaltsvorgang. Wir setzen das Geld aus dem Bundessondervermögen dort ein, wo es im Alltag ankommt: in die verkehrliche Infrastruktur. Bei unserer zentralen Weserbrücke, bei den Haltestellen unseres Nahverkehrs, bei einer Radverbindung, die ein ganzes Stadtquartier aufwertet. Bei der Bürgermeister-Smidt-Brücke handeln wir vorausschauend, bevor es kritisch wird und weil eine Stadt, die rechtzeitig plant, ihre Brücken nicht sperren muss. Bremerinnen und Bremer sollen auch 2040 noch problemlos über die Weser kommen, und dafür legen wir heute den Grundstein. Das ist keine Technik-Vorlage. Das ist Daseinsvorsorge." Zum barrierefreien Ausbau der Haltestellen ergänzt Ünsal: "Öffentlicher Nahverkehr ist erst dann wirklich öffentlich, wenn ihn alle nutzen können. Wer im Rollstuhl unterwegs ist, wer einen Rollator schiebt, wer schlecht sieht, wer mit Kinderwagen zur Kita will: für diese Menschen ist der ÖPNV an zu vielen Stellen in unserer Stadt bis heute nicht wirklich zugänglich. Das ist kein kosmetisches Problem, das ist eine Frage der gleichberechtigten Teilhabe am Alltag. Mit den 2,5 Millionen Euro machen wir Bremen ein ganzes Stück alltagstauglicher. Und wir machen es sinnvoll: Wo wir ohnehin die Straße sanieren, bauen wir gleich die Haltestelle barrierefrei um. Wo die BSAG neue Haltestellen einrichtet, sind sie von Anfang an zugänglich."

Die drei Maßnahmen im Überblick:

Gründungsgutachten für den Ersatzneubau der Bürgermeister-Smidt-Brücke (2,0 Millionen Euro): Die Bürgermeister-Smidt-Brücke ist eine der wichtigsten Weserquerungen Bremens – sie verbindet die Innenstadt mit der Neustadt und wird täglich von tausenden Menschen genutzt: zu Fuß, mit dem Rad, im Auto, im Bus. Mit dem heutigen Beschluss stellt der Senat die Weichen für den Ersatzneubau. Die Mittel finanzieren umfangreiche vorbereitende Untersuchungen: Sonar-Aufnahmen unter der Wasserlinie, Laserscans oberhalb, die Bergung von Kriegslasten und Kampfmittelsondierung im Strombereich, Drucksondierungen, Bohrungen und das Gründungsgutachten. Damit legt Bremen den Grundstein für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre.

Barrierefreie Haltestellen (2,5 Millionen Euro): Mit diesem Paket macht Bremen einen spürbaren Schritt hin zu einem öffentlichen Nahverkehr, der seinen Namen verdient – weil er wirklich allen offensteht. An zahlreichen Bremer Bus- und Straßenbahnhaltestellen fehlen bis heute Sonderborde, ausreichende Bewegungsflächen und taktile Leitelemente, weil sie vor Einführung verbindlicher Standards errichtet wurden. Das ändert sich jetzt: Die Mittel fließen in den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen in Kombination mit Straßenerhaltungsmaßnahmen, in die barrierefreie Ausstattung neuer Haltestellen im Rahmen der BSAG-Angebotsoffensive in gleich vier Bremer Regionen — dem Bremer Osten, dem GVZ, Bremen-Mitte und Bremen-Nord — sowie in den barrierefreien Ausbau der Straßenbahnhaltestelle Riensberg einschließlich signaltechnischer Erneuerung. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Sehbehinderungen, ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen bedeutet das: mehr Selbstständigkeit, mehr Sicherheit, mehr Teilhabe im Alltag.

Radpremiumroute D15, 2. Bauabschnitt Steffensweg (5,2 Millionen Euro, davon 4,03 Millionen Euro aus LuKIFG): Mit dem zweiten Bauabschnitt der Radpremiumroute D15 zwischen Bremerhavener Straße und Hansestraße schließt Bremen eine zentrale Lücke im Premiumroutennetz. Der Steffensweg erhält eine komfortable, sichere Radverbindung, einen Asphaltbelag statt der bisherigen Pflasterung — und damit spürbar weniger Straßenlärm für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Maßnahme ist Teil des Lärmaktionsplans. Hinzu kommen komplett erneuerte Gehwege, barrierefreie Querungsstellen und eine deutlich verbesserte Verkehrssicherheit. Straßenbau und Kanalsanierung durch Hansewasser werden dabei in einem Zug realisiert — einmal aufreißen statt zweimal. Zusammen mit dem ersten Bauabschnitt, der im Sommer 2026 fertiggestellt wird, entsteht so ein durchgehender, hochwertiger Radkorridor durch Walle.

Die Maßnahmen werden aus dem Förderbereich Nr. 2 "Verkehrsinfrastruktur" des LuKIFG finanziert. Sie sind Teil des Investitionssofortprogramms, das der Senat am 9. Dezember 2025 beschlossen wurde. Mit dem heutigen Beschluss zeigt der Senat: Das Geld aus dem Bundessondervermögen kommt in konkret und schnell Bremen an.

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