Sozialsenatorin Dr. Schilling dankt Trägern und Engagierten der Wohnungslosenhilfe mit Ausstellungsbesuch
27.02.2026Mit einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung "Cold as Ice" im Museum Weserburg hat sich die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling, am Freitag (27. Februar 2026) bei rund 50 haupt- und ehrenamtlichen Engagierten der Träger, Kirchen und Verbände für die solidarische und verlässliche Unterstützung bei der Wohnungslosenhilfe in dieser Wintersaison bedankt.
Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling würdigte die lösungsorientierte Zusammenarbeit und das große Engagement aller Beteiligten: "Wohnungslosigkeit ist mehr als fehlender Wohnraum. Sie bedeutet oft Verlust von Sicherheit, Gesundheit und Perspektive. Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die den wohnungslosen Menschen nicht nur Zeit schenken, sondern auch Würde, Respekt und Menschlichkeit. Ihr Engagement mit viel Geduld und Ausdauer schafft Stabilität dort, wo Systeme allein nicht ausreichen."
Das Netzwerk sowohl innerhalb der Träger als auch mit der Zentralen Fachstelle Wohnen organisiere auch in Ausnahmesituationen wie Extremwetterlagen schnell zusätzliche Hilfen und Angebote und schaffe es, die Menschen schnell zu erreichen und zu informieren, sagte Senatorin Schilling: "Die Hilfe beginnt nicht mit Formularen oder Zuständigkeiten, sie beginnt mit Zuhören und Hinschauen. Das Netzwerk ist da, wenn andere längst Feierabend haben. Es hält Angebote aufrecht bei Wind, Regen, Schnee und extremer Kälte und reagiert kurzfristig, wenn sich Situationen zuspitzen. So seien in diesem Winter bei jedem Wetter auch zusätzliche Angebote wie die tägliche Essensausgabe und Beratungen aufrechterhalten worden. Auch die App zum Sozialstadtplan mit Informationen zu Hilfsangeboten, der von der Diakonie Bremen herausgegeben wird, werde sehr gut angenommen.
Dass Hilfe für wohnungslose Menschen mehr umfasst als die Bereitstellung einer Übernachtungsgelegenheit, betonte stellvertretend für die Träger und Engagierten auch Axel Brase-Wentzell, Bereichsleitung Wohnungslosenhilfe beim Verein für Innere Mission Bremen: "Grundsätzlich geht es uns darum, obdachlosen Menschen ein Obdach anbieten zu können und den Erfrierungstod zu vermeiden. Darüber hinaus ist es immer wieder der Versuch, mit niedrigschwelligen Gesprächsangeboten in den Dialog zu kommen, um weiterführende Unterstützungsangebote initiieren zu können. Für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen Gemeinschaftsunterkünfte meiden, braucht es alternative Angebote, gerade für die Nächte. Auch dazu sind wir mit der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration in einem konstruktiven Austausch und suchen nach geeigneten Lösungen."
Zum Stichtag 31. Januar 2026 waren in Bremen 684 Personen untergebracht, davon 564 Männer und 180 Frauen. Insgesamt 210 Personen davon waren zwischen 25 und 40 Jahre alt, 346 älter als 40 Jahre. Im Rahmen der sogenannten Kälteregelung konnten über die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration seit Anfang November 2025 insgesamt 163 Personen mit Obdach versorgt werden. Über das Jahr hinweg werden Menschen nur untergebracht, wenn sie im Leistungsbezug SGB II oder XII sind. In den kalten Wetterperioden werden auch Nicht-Leistungsempfänger untergebracht. Insgesamt verfügt Bremen aktuell über 85 Plätze in der Notunterkunft für Männer und 14 Plätze in der Notunterkunft für Frauen sowie insgesamt 68 Plätze in den Notunterkünften für Personen mit Suchtproblematiken.
Die im September 2025 eröffnete Ausstellung "Cold as Ice" im Museum Weserburg zeigt auf rund 1.000 Quadratmetern Installationen, Videoarbeiten, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Audioarbeiten und Gemälde rund um das Thema "Kälte". Viele der Arbeiten der internationalen Künstlerinnen und Künstler thematisieren dabei den Aspekt des gesellschaftlichen Zusammenlebens, einen Schwerpunkt bildet die Frage, wie die Gesellschaft mit Wohnungs- und Obdachlosigkeit umgeht.
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