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Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen

Bremen wird Teil der Allianz „Nationales Hochleistungsrechnen“

Förderung in Höhe von neun Millionen Euro ebnet Weg für bundesweites Ressourcen- und Kompetenzzentrum

13.11.2020

Der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN) wird mit dem heutigen Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) in die Allianz "Nationales Hochleistungsrechnen" (NHR) aufgenommen. Das neue NHR-Nord will mit der Förderung von insgesamt neun Millionen Euro seine Kompetenzen im Bereich des Hochleistungsrechnens in Anwendungsbereichen, wie den Lebenswissenschaften, Chemie, KI oder digitale Geisteswissenschaften, bündeln und ausbauen. Auch Lehre und Beratung für Benutzer und Benutzerinnen sollen weiter intensiviert werden, um Hochleistungsrechnen durch Studierende und junge Forscherinnen und Forscher weiter zu fördern. Neben Bremen gehören dem Verbund auch Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an.

Dazu die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling: "Wir freuen uns, dass unser seit 20 Jahren erfolgreicher Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen nun Teil des Nationalen Hochleistungsrechnens ist. Der NHR stellt für die Bremer Forscherinnen und Forscher eine wichtige Basis in der Grundlagen- und Anwendungsforschung dar. Als Teil des NHR können die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beispielsweise in unseren starken Forschungsfeldern, wie die Material- und Klimaforschung, enorm profitieren. Ich danke allen Personen, die zu diesem erfolgreichen Schritt heute beigetragen haben, ganz herzlich und wünsche unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine gute Zukunft im NHR."

Norddeutscher Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen
Die Bundesländer Bremen, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind seit 2001, mit Brandenburg seit 2012, im HLRN zusammengeschlossen. Der Verbund ist Teil der nationalen High-Performance-Computing (HPC)-Infrastruktur. An den Standorten Zuse-Institut Berlin und Georg-August-Universität Göttingen stehen unter anderem die Hochleistungsrechnerkomponenten "Lise" und "Emmy" zur Verfügung, die mit einer Spitzenleistung von zurzeit rund 16 PetaFlop (16 Billiarden Rechenoperationen) pro Sekunde zu den schnellsten der Welt gehören. Die HLRN-Systeme werden vorrangig von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Universitäten und Institutionen der beteiligten Bundesländer genutzt, stehen aber auch Forschenden außerhalb des Länderverbundes zur Verfügung. Die Nutzerinnen und Nutzer der HLRN-Systeme werden von einem flächendeckenden, interdisziplinär arbeitenden Kompetenznetzwerk bei ihren Simulationsprojekten unterstützt.

Nationales Hochleistungsrechnen (NHR)
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat sich im November 2018 auf die gemeinsame Förderung eines koordinierten Verbundes des Nationalen Hochleistungsrechnens (NHR) durch Bund und Länder verständigt, um der zunehmenden Bedeutung und der steigenden Nachfrage nach Hochleistungsrechnern gerecht zu werden. Ein Schwerpunkt im NHR-Verbund soll die Stärkung der Methodenkompetenz durch koordinierte Aus- und Weiterbildung der Nutzerinnen und Nutzer sowie insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses sein.

Ansprechpartner für die Medien:
Sebastian Rösener, Sprecher der Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Tel. (0421) 361 83155
E-Mail: sebastian.roesener@swh.bremen.de