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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Pressemitteilung mit Foto Bewohner Tenevers diskutierten mit Bausenator Eckhoff

14.04.2005

Forderung: Sanierung des Ortsteils fortsetzen

Ein ganzes Wochenende haben sie diskutiert, gebastelt, gesungen, Modelle gebaut. Frauen und Männer verschiedenster Nationalität entfalteten ihre Kreativität auf einem Wochenendseminar des Arbeitslosenzentrums und der Projektgruppe Tenever. Eine Zwischenbilanz der Sanierung Tenevers wurde gezogen – aus der Sicht der BewohnerInnen, der Betroffenen.

Die Ergebnisse präsentierten sie am Sonntagmorgen dem Überraschungsgast: Jens Eckhoff.

Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr erlebte eine Mischung aus Vorschlägen, Wandzeitungen, Gemälden, Filmen, maßstabsgetreuen Modellen - und Appellen:


  • „Setzen Sie die Umgestaltung des Stadtteils mit den geplanten Abrissen und vor allem der Sanierung der Häuser fort.

  • Die Wohnungen müssen erschwinglich sein.

  • Conciergen werden für die sanierten Wohnbereiche gebraucht.

  • Machen Sie Druck auf andere Eigentümer, ebenfalls zu sanieren.

  • Und ein Lebensmittelladen zur Nahversorgung muss her.“


Abschließend überreichten die Vorsitzende des Bewohnertreffs Tenever, Silvia Suchopar und Hafid Catruat, Vorsitzender der Interkulturellen Werkstatt Tenever, dem Senator ein Modell des zukünftig sanierten Quartiers: mit tiptop sanierten Wohnungen, neuen Bädern, Wärmedämmung, aber auch Kunst im öffentlichen Raum, guter sozialer Infrastruktur, auch mit dem Arbeitslosenzentrum und dem Wiederaufbau der abgebrannten Kita.


Senator Eckhoff informierte darüber, dass er dem Senat demnächst einen Zwischenbericht zum Stand der Sanierung und den noch zu lösenden Problemen geben werde. Ziel sei es nach wie vor, für Tenever ein Sanierungskonzept umzusetzen, dass zu einer nachhaltigen Aufwertung und Stärkung des Quartiers führe. Derzeit werde mit Hochdruck an einer Lösung der Mietfragen gearbeitet.

Auch zum Thema Verbesserung der Nahversorgung mit Einzelhandel sei eine Lösung in Sicht. Ziel sei es, dass zum Jahreswechsel ein Discounter seine Pforten in Tenever öffnet.

Die Umgestaltung der Außenräume, insbesondere der Spielplätze beginnt noch in diesem Sommer. Zudem verwies Eckhoff darauf, dass die Baudeputation jetzt die Voraussetzungen geschaffen hat, die Linie 1 durch Tenever bis zum Bahnhof Mahndorf zu verlängern.

Eckhoff bedankte sich für das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner. „Tenever ist für das unermüdliche Engagement der Bewohner bekannt. Dies ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer erfolgreichen Sanierung.“


Bewohner Tenevers überreichen Senator Eckhoff ihr Modell eines sanierten Stadtteils.