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Senatskanzlei

Konzertgenuß pur: Musikfest-Auftakt mit großen Namen

26.08.1999




Das letzte August-Wochenende steht in der Hansestadt ganz im Zeichen der Eröffnung des 10. Musikfestes Bremen. Bereits die Programme der ersten Konzerte zeigen das breite Spektrum des Festivals auf: ein Orchesterkonzert, ein Orgelkonzert mit Werken des Barock, spannendes Musiktheater von Goethe und Beethoven sowie melodramatische Opernarien des Belcanto. Am Erfolg des diesjährigen Musikfestes, das vom 27. August bis zum 1. Oktober insgesamt 44 Konzerte präsentiert, zweifeln die Veranstalter nicht. Bereits im Vorverkauf sind bisher rund 34.000 Karten verkauft worden. "Die angestrebte Auslastung von 85 Prozent wird erreicht", so Ilona Schmiel, Geschäftsführerin der Musikfest Bremen Gesellschaft.


Zum Auftakt am Freitag, 27. August, wird das Orchestre Revolutionnaire et Romantique unter Sir John Eliot Gardiner die Musikliebhaber im Großen Saal der Glocke mit romantischen Klängen verwöhnen. Sinfonische Werke von Schumann und Beethoven stehen auf dem Programm. Das von Gardiner gegründete und auf Originalinstrumenten spielende Orchester hat besonders mit seinen revolutionären Beethoven- und Schumann-Einspielungen Maßstäbe gesetzt.


Einen Tag später gastiert das Musikfest im schlichten Kirchenraum der Cappeler Dorfkirche. Hier, nur wenige Kilometer hinter dem Nordseedeich, vermutet man kein solches Orgelkunstwerk, wie es Arp Schnitger einst geschaffen hat. Der japanische Organist und Dirigent Masaaki Suzuki wird am Sonnabend, 28. August, auf der berühmten Orgel Werke norddeutscher Meister und Johann Sebastian Bachs interpretieren - und kaum anderswo wird die polyphone Kunst der alten Orgelmeister in dieser Weise deutlicher werden können als hier.



An den beiden folgenden Tagen erwartet das Musikfest-Publikum eine spannende Neuinszenierung in der Sparte Musiktheater. Der Schauspieler Klaus Maria Brandauer erarbeitete in bewährter Allianz mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Dirigent Thomas Hengelbrock die konzertante Fassung von Beethovens "Egmont" zu Goethes historisch-politischem Trauerspiel.


Mit Eva Mei kommt am 1. September eine der führenden lyrischen Koloratur-Soprane in den Großen Glockensaal nach Bremen. Die italienische Sängerin wird Arien von Rossini, Bellini und Donizetti zu Gehör bringen. Unter der Leitung von Maurizio Benini begleitet die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen die Belcanto-Spezialistin bei ihrer Entdeckungsreise zu Werken voller italienischer Lebensfreude und Melodramatik.


Neu ist, dass das Musikfest Bremen mit drei Konzerten in Bremerhaven vertreten ist. Das Bach Kollegium Japan ist mit seinem Gastspiel in der Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche am 4. September zum ersten Mal in Deutschland. Dirigent Maasaki Suzuki hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seinem Ensemble und dem dazugehörenden Chor das japanische Publikum mit großen Werken des Barockzeitalters auf zeitgetreuen Instrumenten bekannt zu machen. Ganz neu hören und erleben kann man in Bremerhaven die Werke von Chopin - dafür sorgt das polnische Andrzej Jagodzinski-Trio am 26. September um 20 Uhr im Theater im Fischereihafen. Und zum Abschluß des Musikfestes spielt am 1. Oktober das Deutsche Symphonie Orchester Berlin in der Carl-Schurz-Kaserne Werke von Brahms, Mozart und Adams.


Weitere Informationen zum Programm des Musikfestes Bremen bei C&P, Karsten Preisler, Tel: 0421/33687-0