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Senatskanzlei

Bürgermeister nennt Veggiday „sensationellen Erfolg“

Initiatoren ziehen Bilanz nach einem Jahr / Bremen erste Stadt, viele Nachfolger gefunden

17.02.2011

Klimaschutz auf dem Teller kostet nichts, ist sofort umsetzbar und hat in mehrfacher Hinsicht nachhaltige Wirkung. Grund genug für einen fleischlosen Tag in der Woche –für den Veggiday, den vor gut einem Jahr die Bürgerstiftung Bremen unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Jens Böhrnsen ins Leben gerufen hat. Böhrnsen: „Nach einem Jahr darf man sagen: der Veggiday ist ein sensationeller Erfolg. Es sind zwar kleine Schritte für das Klima, aber das Motto gilt: global denken, lokal handeln.“

Inzwischen beteiligen sich 78 Kindertagesstätten, zahlreiche Schulen und auch die Bremer Heimstiftung an 26 Standorten an der Aktion. Angeschlossen haben sich Großküchen und Krankenhäuser, vor allem aber viele kleinere Institutionen und Einrichtungen. Auch das Bremer Rathaus ist dabei: Bei Veranstaltungen donnerstags, die vom hauseigenen Bankettmanagement betreut werden, kommt kein Fleisch auf den Teller. Auch Bürgermeister Böhrnsen hat seinen Terminkalender auf den fleischlosen Donnerstag eingestellt: „Ich esse gerne einmal Fleisch, aber ich empfinde den Veggiday nicht als Verlust, weil mir etwas fehlt auf dem Teller. Auch am Veggiday bekomme ich vollwertige und leckere Mahlzeiten.“

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Bürgermeister Jens Böhrnsen (Mitte) mit Christiane Schwalbe und Dr. Hans-Christoph Hoppensack von der Bremer Bürgerstiftung

Was gut und sinnvoll ist, spricht sich herum: Viele Medien haben über den Veggiday berichtet mit dem Erfolg, dass die Aktion inzwischen eine Reihe von Nachahmern gefunden. So in der Stadt Gent, auch in Wiesbaden und Schweinfurt gibt es nach Bremer Vorbild einen Veggiday. In Freiburg will man im Frühjahr soweit sein, und auch in der "Kiez-Küchen-Ausbildungs GmbH" in Berlin wird der fleischlose Tag praktiziert. In zahlreichen weiteren Städten wird für einen Veggiday geworben. Die Bremer Initiatoren Christiane Schwalbe und Dr. Hans-Christoph Hoppensack freuen sich über diesen Erfolg, „nachdem wir am Anfang auch viele skeptische Reaktionen hatten.“

Der Senator für Umwelt, Bau,Verkehr und Europa hatte das Vorhaben von Anfang an u.a. mit einem Betrag von 5000 € besonders für die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.
Zudem trägt die Vernetzungsstelle Schulverpflegung die Idee des Veggiday in die Schulmensen, um dort eine gesunde Ernährung in den Schulen zu fördern. Sie ist Teil von "in-form - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" (Gemeinsame Aktion von Bundeslandwirtschafts- und Bundesgesundheitsministerium).

Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, Ingelore Rosenkötter, hatte im Dezember 2010 Kantinen und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung in Bremen gebeten, den Veggiday umzusetzen bzw. auf bereits vorhandene vegetarische Angebote deutlich hinzuweisen. Aktive Unterstützung kommt auch vom BUND, dem Bremer Energiekonsens und "biobiss".

Foto: Senatspressestelle