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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Senatorin Stahmann übergibt erste Seniorenbank in Bremen Nord

"Ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen brauchen andere Sitzgelegenheiten"

31.03.2021

Die erste Seniorenbank in Bremen Nord hat Sozialsenatorin Anja Stahmann am heutigen Mittwoch, 31. März 2021, auf dem Vereinsgelände des TSV St. Magnus übergeben. Die Bank ist das sechste von 150 Exemplaren, die aus dem 1000-Bänke-Programm noch in dieser Legislaturperiode aufgestellt werden sollen. "Ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen sind auf Sitzgelegenheiten angewiesen, von denen sie auch ohne fremde Hilfe wieder aufstehen können", sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. Das sei bei gewöhnlichen Parkbänken oft nicht der Fall. Die Sitzflächen seien zu niedrig, nach hinten geneigt oder im Kniebereich gewölbt. "Junge Menschen merken das gar nicht, aber ein älterer Mensch, etwa nach eine Hüftoperation, wagt es nicht, sich dort hinzusetzen. Die wissen genau: Da komme ich nie wieder hoch." Merkmal der Seniorenbänke ist daher eine gerade, leicht erhöhte Sitzfläche und durch Armstützen auf beiden Seiten jedes Sitzplatzes. "Die ersten Rückmeldungen bei den Einweihungen sind äußerst positiv", sagte Senatorin Stahmann. "Die Menschen fühlen sich mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen." Der öffentliche Raum in Bremen werde dadurch ein kleines Stück generationengerechter."

Senatorin Anja Stahmann (links) mit Ingeborg Möller auf der ersten Seniorenbank in Bremen Nord
Senatorin Anja Stahmann (links) mit Ingeborg Möller auf der ersten Seniorenbank in Bremen Nord

Die Seniorenbänke sind im Zusammenwirken mit der Landesseniorenvertretung Bremen bei der Werkstatt Bremen entworfen worden. Hergestellt wird sie aus FSC-zertifizierter Lärche auf einem pulverbeschichteten Stahlrahmen in der Holzwerkstatt der Werkstatt für behinderte Menschen, Werkstatt Bremen, an der Martinsheide in Vegesack. Eine Bank kostet in der Produktion rund 900 Euro, der Unterhalt beläuft sich auf bis zu 100 Euro im Jahr. Im Haushalt stehen derzeit rund 140.000 Euro zur Verfügung.

Dirk Schmidtmann, Vorsitzender der Landesseniorenvertretung hob die Bedeutung des Standortes Auf dem Hohen Ufer hervor: "Das ist eine Hauptachse hier in Bremen Nord, und es gibt weit und breit keine Sitzbank." Er wünscht sich, dass die Bank für möglichst viele ältere Menschen ein Anlaufpunkt wird, der vielleicht auch motiviert, einen längeren Spaziergang unter freiem Himmel zu unternehmen. Der Standort direkt vor dem Vereinsgebäude sei noch vorläufig, im Sommer solle die Bank noch an den Fußweg verlegt werden.

Erste Nutzerin der Bank war Ingeborg Möller (95), die den TSV St. Magnus im Jahr 1945 mit gegründet hat und darin zunächst als Schriftführerin tätig war, bevor sie im Lauf der Jahrzehnte unterschiedliche sportliche Abteilungen geleitet hat. Ihr knapper Kommentar: "Das mit den Armlehnen ist eine Super Sache." Und während sie über die Lehnen streicht sagt sie: " ... und so schönes Holz."

Die Bänke sollen im öffentlich zugänglichen privaten Bereich aufgestellt werden. Dazu werden für Pflege und Unterhalt Überlassungsverträge mit interessierten gemeinnützigen Dritten, Vereinen, Stiftungen oder gGmbHs geschlossen. Alle Bänke müssten an Standorten stehen, die möglichst auf Wegeverbindungen für ältere Menschen liegen, beispielsweise auf Wegen zu Bushaltestellen, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen oder Einkaufsgeschäften.

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Dr. Bernd Schneider, Pressesprecher bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, Tel.: (0421) 361-4152, E-Mail: bernd.schneider@soziales.bremen.de