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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Bund schließt mit Corona-Teilhabe-Fonds Lücke im Netz der Hilfsmaßnahmen

In Bremen können zehn Betriebe mit 100 Schwerbehinderten profitieren

23.12.2020

Der Bund schließt mit einem Corona-Teilhabe-Fonds für Inklusionsbetriebe eine Lücke im Netz der bisherigen Hilfsmaßnahmen. Unternehmen können eine Liquiditätsbeihilfe von 90 Prozent der betrieblichen Fixkosten bekommen, sofern diese nicht durch die Einnahmen gedeckt sind. Diese Beihilfen können bis zu 800.000 Euro betragen. Auch Einrichtungen der Behindertenhilfe, Sozialkaufhäuser und Sozialunternehmen können die Leistungen beantragen. „Viele dieser Unternehmen haben bisher nicht oder nur im geringen Umfang Corona-Hilfen in Anspruch nehmen können“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport. „Es ist gut, dass sich das jetzt ändert.“

„Je nach Branche sind die Inklusionsbetriebe in Bremen von den Auswirkungen der Pandemie unterschiedlich stark betroffen“, sagte die Senatorin weiter. Die Gastronomie leide sehr stark, die Supermärkte vergleichsweise wenig. „Wer Anspruch auf die Leistungen erheben will, ist gut beraten, diesen frühzeitig anzumelden“, betonte Senatorin Stahmann. „Der Topf ist gedeckelt, und es gilt das Windhundprinzip. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“

In Bremen können von dem mit 100 Millionen Euro ausgestatteten Bundesprogramm zehn Inklusionsbetriebe mit rund 100 schwerbehinderten Beschäftigten Leistungen in Anspruch nehmen. Bundesweit gibt es rund 900 Inklusionsbetriebe. Die Zahl der Einrichtungen der Behindertenhilfe, Sozialkaufhäuser und Sozialunternehmen, für die der Fonds in Frage kommt, ist im für die Umsetzung zuständigen Amt für Versorgung und Integration Bremen (AVIB) bislang noch offen.

Die Hilfe kann in Bremen ab Januar 2021 beim Amt für Versorgung und Integration beantragt werden.
Antragsformulare stehen ab Januar auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter zur Verfügung.

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Bernd Schneider, Pressesprecher bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, Tel.: (0421) 361-4152, E-Mail: bernd.schneider@soziales.bremen.de