Sie sind hier:
  • Pressemitteilungen
  • Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige aus russischsprachigen Kulturkreisen

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige aus russischsprachigen Kulturkreisen

Sozialstaatsrat Jan Fries stellt neue Einrichtung in der Vahr vor

05.11.2020

Mit einer Selbsthilfekontaktstelle für pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige, aus russischsprachigen Kulturkreisen, will die Stadt ihr Angebot für Bremerinnen und Bremer mit Migrationsgeschichte erweitern. Die Stelle, die zum Wochenbeginn den Betrieb aufgenommen hat, soll den Zugang zu den zentralen Informationen zum System der Pflegeversicherung sowie zu den Angeboten der Stadt für das Leben älterer Menschen zu Hause sicherstellen. Dazu ist eine enge Vernetzung mit dem Pflegestützpunkt in der Vahr sowie mit Trägern der allgemeinen Teilhabe-, Hilfs- und Unterstützungsangebote im Stadtteil vorgesehen. Das neue Angebot hat Sozialstaatsrat Jan Fries heute, 5. November 2020, im Rahmen einer Online-Sitzung der städtischen Deputation für Soziales, Jugend und Integration vorgestellt.

"In der alternden Gesellschaft müssen wir ältere und pflegebedürftige Menschen mit Migrationsgeschichte sowie deren pflegende Angehörige stärker in den Blick nehmen", sagte Staatsrat Fries. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass Sprachbarrieren den Zugang zu wichtigen Beratungsangeboten oftmals behindern, auch wenn die Betroffenen schon viele Jahre in Bremen lebten. Mit dem neuen Angebot wolle Bremen den Zugang zu sozialer und kultureller Teilhabe für weitere Bevölkerungsgruppen erschließen und damit auch einen Beitrag zur Integration in bestehende Angebote der Stadt leisten.

Die Selbsthilfekontaktstelle "SILA" (russisch für Stärke / Kraft) hat ihren Standort in den Räumlichkeiten des Wohngebäudes Adam-Stegerwald-Straße 28, Träger ist der Verein Familie im Hilfenetz e.V., der seit 20 Jahren Bremerinnen und Bremer aus Osteuropa mit geistiger, seelischer, körperlicher Behinderung und deren Angehörige berät und unterstützt.

Für eine jährliche Projektförderung stehen bis zu 62.500 Euro im Jahr zur Verfügung, bis zu 75 Prozent finanziert der Bund nach dem Sozialgesetzbuch XI (Pflegeversicherung) als Anschubfinanzierung für den Aufbau und Betrieb über einen Zeitraum von fünf Jahren

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Bernd Schneider, Pressesprecher bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, Tel.: (0421) 361-4152, E-Mail: bernd.schneider@soziales.bremen.de Im Web: https://www.soziales.bremen.de/