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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Bremer Digitalbranche macht sich stark für Frauen in der IT

Branchenverband bremen digitalmedia entwickelt interaktive Informationsplattform für das Land Bremen

30.10.2020

Mehr Frauen in IT-Berufe bringen, das sind Ziel und Motivation einer interaktiven, digitalen Plattform, die der Branchenverband bremen digitalmedia mit Unterstützung der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa an den Start bringen wird. Damit soll künftig insbesondere mittelständischen IT-Unternehmen konkret und praktisch unter die Arme gegriffen werden. Vorgesehen ist ein Mix aus Informationen, Best Practice Beispielen, kreativem Input für das Recruiting, Checklisten, Vernetzungsangeboten und mehr. "Diversität und Chancengleichheit stärken die Zukunftsfähigkeit und den Erfolg von Unternehmen. Die Plattform bündelt Wissen und Vorgehensweisen, um Unternehmen dabei zu helfen, mehr Frauen für IT- und IT-nahe Jobs zu gewinnen", beschreibt Eva Koball, Geschäftsstellenleiterin des Vereins, die Zielsetzung des Projekts.

bremen digitalmedia drängt auf konkrete Projekte, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Verband hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 die Ausbildungsquote von Bewerberinnen in der IT-Branche auf 50 Prozent zu steigern. "Die Frage, wie wir mehr Frauen für die vielfältigen Berufe der Digitalwirtschaft begeistern können, beschäftigt uns als Verband schon lange", sagt Franca Reitzenstein, Geschäftsführerin von neusta communications und Beisitzerin im Vorstand von bremen digitalmedia. "Wichtig ist, dass wir einen greifbaren Einstieg in das Thema ermöglichen und konkret zeigen, wie sich die Fähigkeiten und Interessen von Frauen gezielt in den Fokus nehmen lassen."

Regionaler und überregionaler Fokus
Die geplante Plattform ist in erster Linie von und für die Bremer Digitalbranche gedacht, soll jedoch darüber hinaus auch andere Branchen regional und überregional erreichen. Durch konsumierbare Inhalte und Handreichungen rund um die Themen Gender und Diversity will sie so künftig dazu beitragen, dass eine bessere Arbeitsumgebung für Frauen in Unternehmen geschaffen und die IT-Branche für Frauen attraktiver wird. Zielgruppen sind beispielsweise Unternehmensabteilungen wie interne und externe Kommunikation, Recruiting oder das Management. Best Practices und Interviews sollen motivieren, Statistiken, konkrete Angebote und Leitfäden zu beispielsweise gendergerechter Sprache sollen informieren.

Zum Hintergrund
Im Juli 2020 wurde vom Verband eine umfassende Studie über die IT-Branche des Landes Bremen veröffentlicht. Diese hatte unter anderem ergeben, dass lediglich 28 Prozent der Beschäftigten der Bremer IT-Branche Frauen sind. Ein Ergebnis, das der Branchenverband bremen digitalmedia als klaren Auftrag verstanden hat, mehr Frauen für IT-Berufe zu begeistern. Gerade einmal vier Monate später ist daraus ein erstes Projekt entstanden, das von der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa gefördert wird: Bis zum Frühjahr 2021 soll nun ein interaktives Angebot für die Digitalbranche entstehen.

Gender Balance und Diversity im Mittelstand stärken
Dieses Vorhaben ist ganz im Sinne von Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Schon bei der Veröffentlichung der Studie zur IT-Branche hatte sie ein Umdenken gefordert. "Dass nur knapp 30 Prozent der Beschäftigten Frauen sind, ist ein ganz dickes Brett, das beschäftigt mich ungemein." Die geplante Informationsplattform ist nun der erste von vielen wichtigen Schritten. "Wir brauchen Angebote, mit denen wir möglichst viele Unternehmen erreichen und ihnen den Weg in Richtung Gender-Balance und Diversity vereinfachen. Diese Themen betreffen auch kleine und mittlere Unternehmen, die davon profitieren, wenn sie mehr weibliche IT-Fachkräfte für sich gewinnen."

Um das geplante Angebot am tatsächlichen Bedarf von Unternehmen auszurichten, startet bremen digitalmedia in einem ersten Schritt mit einer Umfrage zu Status Quo, Unternehmenskultur und Bedarfen. Die digitale Plattform soll im ersten Quartal 2021 online gehen.

Ansprechpartner-/in für die Medien:

Kai Stührenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-59090, E-Mail: kai.stuehrenberg@wah.bremen.de

Eva Koball, Leitung der Geschäftsstelle, Bremen digitalmedia e.V., Tel.: (0421) 161-00535, E-Mail: eva.koball@bremen-digitalmedia.de