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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Plastikvisiere ersetzen Mund-Nasen-Bedeckung nicht

27.10.2020

Im Land Bremen gilt an verschiedenen Orten die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus unterbunden werden. Diese Pflicht gilt beispielsweise im öffentlichen Personenverkehr sowie in Verkaufsstätten. Bei einer Inzidenz von mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollen die jeweiligen Ordnungsämter in Bremen und Bremerhaven Verfügungen erlassen, in denen eine Ausweitung der Pflicht festgelegt wird. In Bremen und Bremerhaven gilt somit aktuell die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf allen Wochenmärkten. In Bremen darüber hinaus auch unter anderem auf dem Bahnhofsvorplatz, in der Innenstadt und Teilen des Viertels.

Laut der aktuell gültigen Rechtsverordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist eine Mund-Nasen-Bedeckung eine textile Barriere, die eine Ausbreitung von Tröpfchenpartikeln verringert oder verhindert. Ein Plastikvisier, auch Faceshield genannt, ersetzt eine solche Mund-Nasen-Bedeckung nicht, da es nicht dieselben Schutzmöglichkeiten bietet wie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Visiere liegen nicht eng genug an und ermöglichen dadurch das seitliche Vorbeiströmen von Atemluft. Dadurch ist weder für die Träger noch für andere Personen ein ausreichender Schutz geboten. In den genannten Bereichen sind im Land Bremen demnach textile Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, andernfalls droht ein Bußgeld.

Ausnahmen von der Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gibt es für Kinder unter sechs Jahren, Gehörlose oder schwerhörige Menschen und deren Begleitpersonen sowie für Personen, die aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen eine solche Mund-Nasen-Bedeckung nicht tragen können.

Weitere Informationen sowie eine Karte mit den aktuellen Bereichen, in denen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist, sind zu finden unter:
https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.345507.de&asl=bremen02.c.732.de]

Ansprechpartner für die Medien:
Lukas Fuhrmann, Tel.: (0421) 361-2082,
E-Mail: lukas.fuhrmann@gesundheit.bremen.de