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Die Senatorin für Justiz und Verfassung

21 neue Vollzugsbeamtinnen und -beamte für Bremen

Tschöpe: „Ihre Arbeit bildet das Rückgrat des Justizvollzugs und damit unseres Rechtsstaates“

31.01.2020

21 von anfangs 24 Anwärterinnen und Anwärtern des Ausbildungsjahrgangs 2018 haben es am Ende geschafft: Ihnen wurden heute im Schwurgerichtssaal des Landgerichts offiziell ihre Ernennungsurkunden durch Justizstaatrat Björn Tschöpe überreicht. „Sie haben durchgehalten, Sie haben es geschafft – ein echter Grund zur Freude. Für Sie aber auch für mich und uns alle: Denn als Vollzugsbeamte werden Sie in Bremen nicht nur dringend gebraucht, sondern Sie haben sich entschieden, in einem Bereich zu arbeiten, der letztlich das Rückgrat unseres Rechtsstaats und damit auch unserer Demokratie bildet. Dafür bedanke ich mich sehr!“, so Tschöpe.

Gerade angesichts der gestiegenen Herausforderungen im Justizvollzug sei die gute Arbeit, die in der JVA generell und auch im Bereich der Ausbildung geleistet werde, alles andere als eine Selbstverständlichkeit. „Wir brauchen gut ausgebildete Menschen wie Sie“, so Tschöpe an die Absolventinnen und Absolventen gewandt, „denn nur so und mit Ihnen lässt sich die Resozialisierung und Wiedereingliederung der Gefangenen – denn darum geht es in der Strafrechtspflege –praktisch umsetzen.“

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Verstärkung für den Vollzugsdienst: 10 Frauen und 11 Männer haben heute ihre Ernennungsurkunden erhalten und sind nunmehr Vollzugsbeamtinnen und –beamte auf Probe

Der Staatsrat sicherte den frischgebackenen Vollzugsbeamtinnen und -beamten sowie ihren altgedienten Kolleginnen und Kollegen die Unterstützung des Justizressorts zu: „Mit der Novelle des Landessvollzugsgesetzes, die wir im Ressort gerade vorbereiten, wollen wir Ihnen einerseits das nötige rechtliche Rüstzeug für ihren Beruf an die Hand geben. Und wir werden Sie auch buchstäblich nicht allein lassen. Denn, um auch zukünftig einen leistungsstarken Justizvollzug gewährleisten zu können, wollen wir möglichst bald von heute etwa 230 auf mindestens 260 Kolleginnen und Kollegen im allgemeinen Vollzugsdienst aufstocken“, betonte Tschöpe bevor er mit einem Appell an die Absolventinnen und Absolventen endete: „Dafür brauchen wir mehr Menschen wie Sie – also geeigneten und engagierten Nachwuchs. Deshalb möchte Ich Sie bitten: Machen Sie Werbung für eine Ausbildung im Justizvollzug – denn ihr Beruf ist herausfordernd, vielseitig, abwechslungsreich – und wichtig für uns alle!“

Hintergrund
Insgesamt 11 Männer und 10 Frauen (Altersdurchschnitt 31 Jahre) aus dem Ausbildungsjahrgang 2018 wurden am 31. Januar 2020 nach erfolgreichem Abschluss der Laufbahnprüfungen offiziell zu „Vollzugsbeamtinnen und –beamten auf Probe ernannt und werden nun ihren Dienst aufnehmen. Im berufspraktischen Teil ihrer zweijährigen Ausbildung haben sie alle Bereiche der JVA Bremen durchlaufen und wurden so Schritt für Schritt auf die Arbeit mit den Gefangenen vorbereitet. Im Theorieteil der Ausbildung standen unter anderem Vollzugsrecht und -praxis, Psychologie, Politik, Kriminologie, Verwaltungsrecht und Pädagogik sowie auch Sport und Selbstverteidigung auf dem Lehrplan. Nach dem nun offiziellen Abschluss des Ausbildungsjahrgangs 2018 werden in der JVA bereits zwei weitere Jahrgänge parallel ausgebildet, um den dringend benötigten Nachwuchs sicherzustellen – und möglichst bald die Zielzahl von mindestens 260 Beschäftigten (gegenwärtige Personalstärke: etwa 230) im Allgemeinen Vollzugsdienst der JVA Bremen zu erreichen.

Nähere Informationen zur Ausbildung: www.justiz.bremen.de/karriere/ausbildung_und_duales_studium/justizvollzugsbeamtin_oder_justizvollzugsbeamter-14989

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