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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen zieht positive Bilanz

Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen schreitet voran

07.05.2019

Mit insgesamt 90 Unternehmensbesuchen, über 100 Veranstaltungen, Seminaren und Dialogforen sowie fünf Messeauftritten zieht das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen nach einem Jahr eine positive Bilanz.
„Der Mittelstand mit seinen Familienunternehmen ist Bremens Jobmotor – ihn für die Digitalisierung fit zu machen, ist von zentraler Bedeutung für eine nachhaltig starke Wirtschaft“, so Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. „Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum als zentraler Akteur schafft es dabei, auf individuelle Bedarfe einzugehen, Projekte anzuregen und über Netzwerkeffekte Synergien in der bremischen Wirtschaft herzustellen.“

Unterschiedlichen Bedarfen begegnen
In der Arbeit der vergangenen zwölf Monate zeigte sich, dass die Digitalisierung im Norden unterschiedlich weit fortgeschritten ist. Während manche Unternehmen als Vorreiter voranpreschen, fehlt es anderen noch an Berührungspunkten.
„Viele Betriebe kommen mit der Frage: ‚Welche genauen Auswirkungen hat Digitalisierung auf mein Unternehmen?‘ zu uns. Sie wollen individuelle Antworten“, fasst Daniel Schneider, Leiter der Bremer Geschäftsstelle und Gesamtkoordinator, die Anliegen zusammen. Fach- und Führungskräfte hätten einen erhöhten Bedarf an Unterstützung. Inhaltlich zeige sich eine große Unwissenheit bezüglich der Einordung des Wortes „Digitalisierung“ in den operativen unternehmerischen Alltag.

Großer Bedarf an Information
Diesem Bedarf begegnet das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen durch einen Mix aus kostenlosen Theorie- und Praxisangeboten. In Innovationswerkstätten können Unternehmen sich mit wichtigen Technologien und Arbeitsprozessen vertraut machen. Dazu hat das Zentrum unter anderem zwölf Demonstratoren eingerichtet, die Technologien greifbar machen. Zu ihnen zählen etwa Augmented-Reality-Umgebungen, ein virtueller Schweißsimulator, Spracherkennung im Industrie-Kontext oder eine Plattform für die Erprobung maritimer Technologien.

Das wichtigste Instrument seien aber die Unternehmensbesuche, so Schneider. „Vor Ort geben wir mit unseren Demonstratoren einen Einblick in die Digitalisierung, aus denen sich in den meisten Fällen eine weitere Zusammenarbeit in Form von Workshops ergibt“.

Netzwerk etabliert sich
Zu den Schwerpunkten im ersten Jahr zählte neben der Etablierung der Projektstrukturen, der Informationsangebote sowie der Öffentlichkeitsarbeit, die Etablierung eines Netzwerks lokaler Multiplikatoren. Insgesamt 14 Kooperationspartner im norddeutschen Raum arbeiten zurzeit mit dem Kompetenzzentrum zusammen, darunter die Handelskammer Bremen oder Weiterbildungsträger wie das Berufsbildungswerk Bremen.

Dazu kamen fünf Messeauftritte, darunter auf der Leitmesse der maritimen Wirtschaft, der SMM in Hamburg. „Die maritime Wirtschaft ist als eines der fünf Bremer Innovationscluster ein Schwerpunktthema. Mit unserer Messebeteiligung konnten wir viele Unternehmen direkt erreichen“, so Schneider.

Erste Projekte in der Umsetzung
In sechs Fällen sei aus ersten Gesprächen ein weiterführendes Projekt entstanden. Das Zentrum begleitet Unternehmen in einem mehrstufigen Prozess bei der digitalen Transformation: Beginnend mit Informationsangeboten geht es über Schulungen und dem Prototypenbau bis hin zur Umsetzung mit Partnern. Schneider: „Für das kommende Jahr wollen wir die Arbeit in konkreten Projekten verstärken – denn hier findet letztlich die Digitalisierung statt.“

Für 2019 hat sich das Team des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums außerdem vorgenommen, die bisherige Arbeit in allen Bereichen auszubauen. „Mit der Gründung des Bremer Künstliche-Intelligenz-Clusters Bremen.AI im vergangenen Jahr können wir kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Zugang zu einer brandaktuellen und viel diskutierten Technologie ermöglichen. Zudem vernetzen wir uns mit weiteren regionalen Kompetenzzentren, um unseren Kunden noch mehr Know-how bereitstellen zu können“, schließt Schneider.

Als eines von bundesweit 25 Kompetenzzentren unterstützt und fördert das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen KMU seit 2018 kostenlos in ihrer digitalen Transformation und versteht sich als erster Ansprechpartner zu allen Digitalisierungsfragen. Es gehört zur Initiative Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und im Handwerk.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kompetenzzentrum-bremen.digital.

Presse-Kontakt:
Daniel Schneider, Lisa Buschan, Geschäftsstellenleitung, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen c/o WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, kontakt@kompetenzzentrum-bremen.digital Telefon 0421- 6969 899 0

Verantwortlich:
Juliane Scholz, Pressesprecherin und Leiterin Unternehmenskommunikation, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Telefon 0421- 96 00 128, juliane.scholz@wfb-bremen.de

Was ist Mittelstand-Digital?
Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Die geförderten Kompetenzzentren helfen mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Best-Practice-Beispielen sowie Netzwerken, die dem Erfahrungsaustausch dienen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.