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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Enges Zusammenspiel bei Kreditvergabe in Bremen

18.05.2010

Der Senator für Wirtschaft und Häfen und die Bremer Aufbau Bank haben mit Vertretern der Banken und den Handwerks- und Handelskammern in Bremen und Bremerhaven ein gemeinsames Vorgehen bei der Mittelstandsfinanzierung im Bundesland Bremen verabredet. Gerade in schwierigen Unternehmenssituationen, die häufig mit Finanzierungsengpässen einher gehen, soll künftig eine noch effektivere Hilfe angeboten werden.

Dies ist das Ergebnis einer Sitzung, in der Vertreter der Institutionen beraten hatten, wie im Land Bremen die Funktion eines Kreditmediators ausgestaltet werden soll. Senator Martin Günthner: „Wir sind uns einig, dass wir kein weiteres bürokratisch formalisiertes Verfahren brauchen, um Unternehmen zu unterstützen. Statt dessen brauchen wir ein enges Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure und verlässliche Ansprechpartner.“

Dafür stehen die Kammern sowie die Bremer Aufbau-Bank zur Verfügung. Die Bremer Aufbau-Bank kann hierbei auf die bewährten Instrumente ihrer Task Force zurück greifen, die bereits im November 2008 gemeinsam mit dem Senator für Wirtschaft und Häfen ins Leben gerufen wurde und seitdem in mehr als 250 Fällen tätig geworden ist. Neben konkreten Finanzierungshilfen wie z.B. Vergaben im Rahmen des in Brüssel notifizierten RUB-Fonds („Rettungs-und Umstrukturierungsbeihilfen“) oder Vermittlung von Bürgschaften der Bürgschaftsbank Bremen werden auch umfangreiche Beratungsdienstleistungen für die Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Kreditinstitute im Bundesland Bremen sichern zu, bei Kreditentscheidungen über Anträge von Bremer Unternehmen jeden Einzelfall unter Berücksichtigung seiner individuellen Besonderheiten zu prüfen und soweit möglich den Einsatz von Fördermitteln zu berücksichtigen. Sollte es hierbei im Einzelfall nach Abschluss der Prüfung zu klärungsbedürftigen Fragen kommen, können die Unternehmen in Bremen auch außerhalb des formalisierten Mediationsverfahrens auf Bundesebene über einen schnelleren und unbürokratischen Weg direkt bei den Beratern der Handwerks- und Handelskammern oder der Task Force der BAB Zugang zu effektiven Hilfen, z.B. der Moderation eines gemeinsamen Gespräches mit den beteiligten Akteuren, erhalten.