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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Dieter Baacke Preis 2018 geht an Bremer Projekt

Bundesfamilienministerium sowie Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur zeichnen #rootsnvisions von VAJA e.V. aus

21.11.2018
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Mit einer Projektion vor über 500 Zuschauern am Bremer Theater am Goetheplatz hat das Projekt #rootsnvisions seinen Abschluss gefunden

Das Projekt „#rootsnvisions“ vom Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit (VAJA e.V.) ist als eines von bundesweit acht Projekten mit dem wichtigen Dieter Baacke-Preis für Medienpädagogik ausgezeichnet worden. Verliehen wird der Preis seit 2001 von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 168 Bewerberinnen und Bewerber haben sich um die mit insgesamt 12.000 Euro dotierte Auszeichnung bemüht, die herausragende Medienprojekte mit Kindern und Jugendlichen würdigt. „Der Träger kann stolz sein auf die Auszeichnung“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport. „Hier wird auf hohem Niveau Integrationsarbeit geleistet. Und es ist schön, wenn das auf Bundesebene auch wahrgenommen wird.“

„Hinter den herausragenden Projekten stehen Pädagoginnen und Pädagogen mit ihren kreativen Ideen und Methoden“, sagte GMK-Vorsitzende Dr. Dorothee Meister. Die ausgezeichneten Projekte zeigten besonders gut, „wie Medienpädagogik Menschen unterschiedlicher Voraussetzungen erreicht und anregt“.

Der Dieter Baacke Preis wird in sechs Kategorien verliehen. „#rootsnvisions – Wurzeln und Visionen“ hat den Preis in der Kategorie „Projekte von und mit Jugendlichen“ gewonnen. Geflüchtete und Bremerinnen und Bremer aus mehreren Stadtteilen haben darin eine „faszinierende audiovisuelle Fassadeninstallation“ entwickelt, so das Urteil der Jury. Die 15-minütige Installation, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Tanzkollektiv Bremen und Urbanscreen, wurde schließlich auf die Fassade des Theaters am Goethe-Platz projiziert. Thema: „Wo komme ich her, wo will ich hin?“ Die Jugendlichen haben über mehrere Monate zusammengearbeitet, und dabei erfahren, dass Träume, Wünsche und Hoffnungen sich über vermeintliche kulturelle Grenzen hinweg durchaus ähneln. Sie Filme hergestellt, Fotos, Zeitlupen-Videos, Zeichnungen und Animationen, haben Musik komponiert und tänzerische Elemente choreographiert. „Entstanden ist ein beeindruckendes Medienkunstprojekt im öffentlichen Raum, das auch als Methode medienpädagogischen Wirkens inspirierend wirkt“, heißt es im Urteil der Jury. Und Senatorin Stahmann hob hervor: „Die jungen Menschen haben ein gesellschaftlich aktuelles und zugleich sehr persönliches Thema intensiv bearbeitet und für ein Publikum aufbereitet.“

Foto: Jens Hagens