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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Deputation gibt Geld für zweite Tranche der Sportförderung frei

75.000 Euro für die Sportvereine / Weitere 20.000 aus dem Integrationsbudget „Sport für Flüchtlinge“

30.10.2018

Mit 75.000 Euro aus Sportfördermitteln unterstützt Sportsenatorin Anja Stahmann in einer zweiten Tranche Investitionen im Vereinssport. Die entsprechende Vorlage hat heute (30. Oktober 2018) die Deputation für Sport verabschiedet. Insgesamt stellt die Stadt Bremen den Vereinen im Jahr 2018 rund 700.000 Euro zur Verfügung. Nach Abzug gebundener Mittel und jährlich wiederkehrender Ausgaben – unter anderem für Meisterschaften, Energiekostenzuschüsse, Kosten für Bäder und die Nutzung der Eislaufhalle – sind davon 268.856 Euro freie Mittel, die in einer ersten Tranche im Frühjahr vollständig vergeben wurden. Bei der zweiten Tranche, über die heute entschieden wurde, handelt es sich um Rückflüsse: Vereine hatten die bewilligten Summen nicht oder nicht vollständig abgerufen. Mit diesen Mitteln finanziert die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration, Frauen und Sport nun 13 Projekte mit einem Anteil von bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten.

Weitere 20.000 Euro hat die Deputation, ebenfalls in einer zweiten Tranche, aus dem Integrationsbudget „Sport für Flüchtlinge“ freigegeben. Finanziert werden damit drei Maßnahmen. Einen Teil der Mittel können die Vereine für Investitionen verwenden, einen Teil für laufende Kosten. Der Gesamttopf Integrationsbudget „Sport für Flüchtlinge“ für das Jahr 2018 umfasste 75.000 Euro. Zusätzlich hat Bremen in diesem Jahr knapp drei Millionen Euro in die städtischen Sportanlagen investiert.

Sportsenatorin Anja Stahmann: „Der Breitensport leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsförderung, im gesellschaftlichen Zusammenleben und für die Integration von Menschen aus anderen Städten oder anderen Nationen. Die Ausgaben für den Sport sind daher auch gut angelegtes Geld für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt.“

Die Ausgaben im Einzelnen: Sportfördermittel

Der Bremische Schwimmverein erhält 4.800 Euro, um die notwendig gewordene Erneuerung der maroden Umwälzpumpen im Schwimmbecken zu finanzieren. Zur Herstellung der Barrierefreiheit im Achterdiekbad sind zudem Aufwendungen entstanden, die nun mit 1.500 Euro bezuschusst werden.

Der Tennis Club Schloßpark Sebaldsbrück bekommt knapp 3.000 Euro. Durch den Bau einer Boule-Anlage will er vor allem älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigen ermöglichen, weiterhin im Umfeld eines Sportvereins Sport zu treiben.

Der Landesruderverband kann für die Anschaffung von Ruderbooten für den Leistungssport mit einer zweiten Tranche von knapp 19.100 Euro rechnen. Es handelt sich um Neuanschaffungen, die notwendig sind, damit Nachwuchskadersportlerinnen und -sportler national erfolgreich sein und sich international qualifizieren können. Derzeit nutzen sie Boote, die zwischen sechs und zehn Jahre alt sind. Auf nationaler Ebene sollte ein Rennboot für den Hochleistungssport nicht älter als fünf Jahre sein. Die älteren Boote werden weitergegeben an die zweite Leistungsebene der Ruderinnen und Ruderer.

Der TV Bremen-Walle 1875 kann für die Sanierung der Notausgangsbeleuchtung in der Sporthalle Panzenberg 1.800 einplanen, die defekten Notausgangsbeleuchtungen müssen ersetzt werden. Weitere 1.400 Euro wurden für die Sanierung in der Sporthalle Panzenberg bewilligt, wo die Tragegurte des Trennvorhanges erneuert werden müssen.

Der Bremer Ruderverein von 1882 kann für den Fortgang der Sanierungsarbeiten am Bootshaus an der Werderstraße zum Erhalt der Bausubstanz bis zu 15.000 Euro verwenden.
Aktuell muss das Flachdach des Hauptgebäudes saniert werden.

Für die Sanierung der Umkleidekabinen stehen dem Habenhauser Fußballverein knapp 3.000 Euro zur Verfügung. Die Sanierung ist wegen Schimmelbildung erforderlich, außerdem stehen kleinere Sanierungen in den Sanitäranlagen an.

Der Bremer Sport-Club will seine Steganlage Nr. 314 ganzjährig nutzen. Für die Winterertüchtigung ist nach Rücksprache mit dem Wasserschifffahrtsamt eine bauliche Veränderung notwendig. Die Kosten werden mit gut 2.700 Euro bezuschusst, damit in den Winterhalbjahren keine Trainingseinheiten ausfallen müssen.

Mit Förderung in Höhe von über 13.600 Euro kann der Landesschwimmverband das hanseWasser-Hallenbad mit LED-Beleuchtung ausrüsten, um Energiekosten zu senken.
Der LSVB möchte die Beleuchtung im hanseWASSER-Hallenbad energetisch sanieren.

Die Bremer Turnvereinigung von 1877 kann zur Ertüchtigung der Baseballanlage für die Spiele in der Ersten Bundesliga mit knapp 6.300 Euro rechnen.

Der Tennisverband Niedersachsen-Bremen e.V., Standort Bremen kann für die Dachsanierung des Landesleistungszentrums Tennis rund 3.000 Euro einplanen.

Integrationsbudget „Sport für Flüchtlinge“

Der Verein für Turn und Tanz Farge-Rekum von 2014 kann für die Anschaffung eines zweiten Trampolins knapp 4.700 Euro verwenden. Der Verein ist seit 2016 Stützpunktverein im Programm „Integration für Sport“ und engagiert sich in der integrativen Arbeit mit Migrantinnen und Migranten. Seit drei Jahren spricht er insbesondere Kinder und Jugendliche für die Sport- und Bewegungsangebote an. Das Trampolin-Angebot wird stark nachgefragt, es kommt zu langen Wartezeiten für Kinder und Jugendliche in der Sportstunde. Etwa 40 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eine Zuwanderungsgeschichte, rund zehn Prozent sind Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung.

Der Landessportbund Bremen will einen mobilen Streetsoccer-Court anschaffen und so das Angebot des Sportmobils ergänzen. Bislang stehen dort unter anderem Geräte wie Hüpfburg, Kletterberg und Kleinspielgeräte zur Verfügung. Der LSB kann dafür 14.000 Euro einplanen. Außerdem bekommt er 1.350 Euro, um die Teilnahme von „Kids in die Bäder“ zu bezuschussen.