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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Anerkennung für die Freiwilligendienste

Senatorin Stahmann: Sie bringen ein Stück Menschlichkeit in unsere Stadt, ohne die das Gemeinwesen sehr viel ärmer wäre

25.10.2018

Rund 150 junge Menschen aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst, die bei den Mitgliedseinrichtungen des Diakonischen Werk Bremen e.V. ihren Dienst leisten, haben den feierlichen Auftakt ihrer Tätigkeit heute (Donnerstag, 25. Oktober 2018) mit einem Gottesdienst im Dom begangen. „Jugendfreiwilligendienste bieten jungen Menschen tolle Chancen für ihre Biographie und ihre Persönlichkeitsentwicklung“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport während der Feierlichkeiten. Sie seien auch für die Träger eine ganz wichtige Unterstützung, die im sozialen Bereich von ganz herausragender Bedeutung sei. „Es kann davon gar nicht genug geben“, sagte die Senatorin. Sie betonte aber auch: „Der Einsatz muss freiwillig bleiben, er darf nicht zwangsweise verordnet werden.“

Von knapp 1.000 Stellen im Land Bremen seien in diesem Jahr rund zehn bis 15 Prozent unbesetzt geblieben, besonders im Bereich der Seniorenarbeit sowie in der Inklusionsarbeit mit behinderten Menschen.

„Die Jugendfreiwilligendienste sind Bildungs- und Orientierungsjahre für junge Menschen, die ihre Schulpflicht erfüllt haben und noch keine 27 Lebensjahre alt sind“, sagte die Senatorin. „Sie liegen damit in der Regel in der Phase vor der Berufsentscheidung.“ Damit bieten sie Orientierung über die weitere Lebensplanung, Persönlichkeitsbildung, die Übernahme von Verantwortung für das Gemeinwesen und im Freiwilligen Ökologischen Jahr darüber hinaus die Stärkung eines Umweltbewusstseins, das über den Tag hinausweist. Der Bundesfreiwilligendienst dagegen stehe ohne Altersgrenze offen, auch mehrfach.

Im FSJ bilden die Bereiche Gesundheit, Pflege, Behindertenhilfe, Rettungsdienste und Krankentransporte die Schwerpunkte. „Aber es gibt auch sehr viele Einsatzstellen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in Schulen und Förderschulen.“ So gebe es die größte Zahl von Freiwilligen in Kitas. Die Diakonie Bremen binde Freiwillige in alle Bereichen der sozialen Arbeit ein, sagte die Senatorin, in der Regel für zwölf Monate, in Einzelfällen kann das FSJ aber auch für sechs oder bis zu 18 Monate vereinbart werden. „Ich danke allen, die sich im Freiwilligendienst engagieren – und all denen, die diese Einsätze möglich machen. Sie alle bringen ein Stück Menschlichkeit in diese Stadt, ohne die unser Gemeinwesen sehr viel ärmer wäre.“