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Für „SoPro Schule“ in die Pedale getreten

Bürgermeister Sieling, Bürgermeisterin Linnert und Senatorin Bogedan auf Mobilbau-Fahrradtour

24.08.2018
Mit dem Fahrrad auf Mobilbau-Tour: Senatorin Bogedan, Bürgermeister Sieling und Bürgermeisterin Karoline Linnert (v.l.), jpg, 48.8 KB
Mit dem Fahrrad auf Mobilbau-Tour: Senatorin Bogedan, Bürgermeister Sieling und Bürgermeisterin Karoline Linnert (v.l.)

Das Landes-Sonderprogramm Mobilbau Schulen (SoPro Schule) läuft. An vielen Schulen sind die zusammengebauten Module seit Anfang des Schuljahres in Benutzung, an einigen werden sie noch aufgebaut. Grund genug, sich vor Ort zu informieren. Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, Bürgermeisterin Karoline Linnert und Senatorin Dr. Claudia Bogedan radelten heute (Freitag, 24. August 2018) zu vier Standorten in den Stadtteilen Mitte/östliche Vorstadt, Schwachhausen und Findorff.

„Alle Kinder lernen lesen“ – ein Ständchen für die Besucher des neuen Mobilbaus., JPG, 159.9 KB
„Alle Kinder lernen lesen“ – ein Ständchen für die Besucher des neuen Mobilbaus.

Gleich an der ersten Station, der Grundschule Stader Straße, wurden das radelnde Trio und weitere Gäste von den Schülerinnen und Schüler des Mobilbaus mit dem Lied „Alle Kinder lernen lesen“ empfangen. Ehrensache, dass Sieling, Linnert und Bogedan gleich mitgesangen. Danach ging es in den Mobilbau zu den Schülerinnen und Schülern, die mittlerweile eifrig ihre Mathe-Aufgaben lösten. „Der Mobilbau ist wirklich sehr gut geworden, ich bin froh, dass wir den Kapazitätsengpass mit dieser komfortablen Übergangslösung beseitigen konnten“, erklärte Schulleiterin Birgit Möller-Helken. Zudem werde die Schule ausgebaut – und es sei ein Campus mit der Oberschule Schaumburger Straße vorgesehen. „Diese Campus-Strategie wollen wir an mehreren Standorten realisieren“, ergänzte Bogedan. Die Bildungssenatorin gab auch ein paar Hintergrund-Infos. 16 Mobilbauten wurden und werden derzeit aufgebaut, zwei weitere sind bereits jetzt für das neue Schuljahr geplant. „Ich danke vor allem den Schulleitungen und den Kollegien, die sich so vorbildlich und keineswegs selbstverständlich kümmern.“

Konzentriertes lernen im Mobilbau? Kein Problem!, jpg, 41.9 KB
Konzentriertes lernen im Mobilbau? Kein Problem!

An der zweiten Station, der Grundschule An der Gete, ist der Mobilbau bis auf ein paar Ergänzungsarbeiten auch bereits in Betrieb. Schulleiterin Gundel Timm führte die drei Besucher durch die neuen Räume. "Die Räume sind hell und freundlich, mit Platz für Differenzierungsaufgaben. Es ist großartig, wie mit dem 'SoPro Schule" in einer gemeinsamen Anstrengung aller – der senatorischen Behörden und vor allem der Schulleitungen und Kollegien – mit viel positiver Energie die aktuelle Situation gut gelöst wurde", so Bürgermeister Sieling. Die Kinder der 1. Klasse An der Gete jedenfalls finden ihre neuen Räume schön und lernen mit Begeisterung die ersten Buchstaben, so die Schulleiterin.

Carsten Sieling (l.) Karoline Linnert (2.v.r.) und Claudia Bogedan (r.) im intensiven Gespräch mit der Schulleitung in Findorff, Uwe Lütjen (2.v.l.) und Birgit Kiesche (Mitte), jpg, 134.8 KB
Carsten Sieling (l.) Karoline Linnert (2.v.r.) und Claudia Bogedan (r.) im intensiven Gespräch mit der Schulleitung in Findorff, Uwe Lütjen (2.v.l.) und Birgit Kiesche (Mitte)

Station Nummer drei konnte zwar noch nicht mit Mobilbauten aufwarten, der Aufbau beginnt in diesen Tagen. „Das war aber auch so geplant, die letztendliche Übergabe ist für das Ende der Herbstferien vorgesehen. Der Boden ist bereitet, die Container können kommen. Wir freuen uns sehr auf die zusätzlichen Räume und dann natürlich auch auf den weiteren Ausbau“, so Schulleiter Uwe Lütjen. Einen guten Nebeneffekt hatten die Arbeiten für den Untergrund der Container bereits. „Der Weg von der Mensa zur Schule wurde gleich als Rampe mitgepflastert, barrierefrei. Ein sehr gute Aktion“, so Lütjen.

An der Grundschule am Weidedamm dienen die Container schließlich als Hort-Unterkunft. „Die Fenster bis zum Boden, alles freundlich und hell, hinzu kommt eine sehr gute Raumluft. Das hätten wir am Anfang nicht gedacht. Die Mobilbauten haben nichts mehr mit den Containern zu tun, die vor 25 Jahren an den Schulen aufgebaut worden sind“, lobt Schulleiterin Wibke Meyer. Der Hort ist aus dem Grundschulgebäude ausgezogen und machte dort für eine neue Klasse Platz.

Im Hort-Mobilbau am Weideamm locken Legosteine, JPG, 128.5 KB
Im Hort-Mobilbau am Weideamm locken Legosteine

Bürgermeisterin Linnert, als Finanzsenatorin zuständig für die Fachaufsicht über Immobilien Bremen (IB), zeigte sich hoch zufrieden damit, dass an allen vier Standorten der Immobiliendienstleister gelobt wurde: „Immobilien Bremen hat engagiert, schnell und in enger Absprache mit den Schulen und Stadtteilen diese Mobilbauten errichtet. Damit hat IB ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.“

Hintergrund „SoPro Schule“
Im laufenden Schuljahr wurden im Vergleich zum vorherigen zwar weniger Kinder eingeschult, bzw. weniger Kinder wechselten in die 5. Klassen, dennoch stieg die absolute Zahl der Schülerinnen und Schüler. Ursachen dafür sind die stetige Zuwanderung und die Tatsache, dass die Jahrgänge, die die Schulen verlassen (4. und 9./10.) weniger Schülerinnen und Schüler zählen als die, die jetzt nachfolgen. Aufgrund des Platzmangels hat der Bremer Senat das SoPro Schule für das Land Bremen mit zehn Millionen Euro Umfang aufgelegt.

An folgenden Schulen der Stadt Bremen wurden und werden Mobilbauten aufgestellt:

Grundschulen:

Am Mönchshof, Am Weidedamm, Burgdamm, Düsseldorfer Straße, Kirchhuchting, Tami-Oelfken-Schule, Rablinghausen, Stichnathstraße, Borchshöhe, Stader Straße, An der Gete

Oberschulen:
Wilhelm-Olbers-Oberschule, Lerchenstraße, Ohlenhof, Schaumburger Straße, Oberschule im Park, Findorff

Gymnasien:
Kippenberg-Gymnasium

Zum Schulstart werden noch nicht alle Mobilbauten fertiggestellt sein. In diesen Fällen wurden gemeinsam mit Immobilien Bremen und den Schulleitungen Übergangsmöglichkeiten erarbeitet. So werden an zehn Standorten ehemals zur Unterbringung von geflüchteten Menschen genutzte Mobilbauten, die sich in städtischem Eigentum befinden, umgebaut und als Klassen- bzw. Differenzierungsräume plus sogenannte Nebenflächen für WC und Garderobe wiedergenutzt.

Die Kosten für Mobilbauten variieren je nach Standort zwischen rund 300.000 und einer Million Euro.

Fotos: SKB/Senatspressestelle