Sie sind hier:

Sonstige

„Beratungs- und Begegnungszentrum für junge Geflüchtete“ nimmt seine Arbeit auf

29.06.2018

Im Beratungscafé sitzen junge Geflüchtete aus Afghanistan, Iran, Syrien und Westafrika. Mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen von Fluchtraum Bremen e.V. und Ehrenamtlichen bereiten sie Bewerbungen für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz vor, beantworten Behördenschreiben, lernen Deutsch oder klönen bei einer Tasse Tee. Im Beratungscafé engagieren sich auch junge Erwachsene mit Fluchtgeschichte als Sprach- und Kulturmittler.

Senatorin Stahmann (Mitte) besucht das Beratungs- und Begegnungszentrum für junge Geflüchtete, jpg, 126.6 KB
Senatorin Stahmann (Mitte) besucht das Beratungs- und Begegnungszentrum für junge Geflüchtete

Der Besuch von Senatorin Anja Stahmann ist der offizielle Auftakt für das „Beratungs- und Begegnungszentrum für junge Geflüchtete“, das Fluchtraum Bremen e.V. mit institutioneller Förderung der Sozialbehörde aufbauen wird. Im Gespräch mit den Vorstandsvorsitzenden Claudia Schmitt und Detlev Busche sowie der Leiterin des Vereins, Dagmar Koch-Zadi, hat sie die wichtigen Schritte beraten. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit dem Fallmanagement im Jugendamt und insbesondere die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.

Fluchtraum Bremen e.V. engagiert sich seit 2004 für junge Geflüchtete und vermittelt Ehrenamtliche als Mentorinnen und Mentoren sowie Einzelvormünder. Dank dieses Engagements sind viele Jugendliche gut in Bremen angekommen. Sie besuchen die Schule oder eine Ausbildung, leben in der eigenen Wohnung und sind in Sportvereinen oder in kulturellen Einrichtungen aktiv.

Aus vielen Minderjährigen sind inzwischen junge Volljährige geworden, die mit Auslaufen der Jugendhilfe oft allein vor den Herausforderungen des Erwachsenwerdens stehen: in der eigenen Wohnung leben, eine Ausbildung erfolgreich bestehen, Kontakte zu jungen (Alt)Bremerinnen und Bremern finden, den Alltag zu gestalten. Um den Übergang in die Selbständigkeit zu unterstützen, hat Fluchtraum Bremen e.V. in enger Abstimmung mit der Sozialbehörde, dem Jugendamt – Casemanagement – sowie mit Jugendhilfeeinrichtungen und Akteuren der offenen Jugendarbeit in Bremen sein Konzept für das Beratungs- und Begegnungszentrum entwickelt. Dank der institutionellen Förderung durch die Sozialbehörde kann der Verein jetzt das Zentrum aufbauen.

Im Austausch mit den Jugendlichen im Beratungscafé wird deutlich, dass Frau Stahmann an deren Sorgen und Wünsche „nah dran“ ist und diese ernstnimmt. Auch die Frage von Fluchtraum Bremen e.V. nach geeigneten Räumlichkeiten greift sie auf und gibt nützliche Tipps. Der Besuch zeigt eindrucksvoll, dass die Sozialsenatorin bürgerschaftliches Engagement für die Integration Geflüchteter gezielt fördert und nachhaltig unterstützt.

Foto: Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport