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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

„Demokratie beginnt im Quartier, nicht in den Parlamenten“

Ländertreffen der Mehrgenerationenhäuser Niedersachsen und Bremen
Achtung Redaktionen: Einladung an die Medien

16.05.2018

Vertreterinnen und Vertreter von 68 Mehrgenerationenhäusern in Niedersachsen und fünf im Land Bremen kommen zusammen zu einer Tagung im Haus der Bürgerschaft in Bremen. Gemeinsam wollen sie ausloten, welchen Beitrag sie zur Stärkung von Demokratie und Toleranz leisten können. Sozialsenatorin Anja Stahmann und Heike Binne, Quartiersmanagerin in Lüssum-Bockhorn, haben zu der Tagung am Donnerstag, 24. Mai, von 9.30 bis 15 Uhr eingeladen. „Demokratie beginnt im Quartier, nicht in den Parlamenten“, so Senatorin Stahmann.

Hauptreferent ist Jürgen Wiebicke aus Köln, der auf Grundlage seines populären Buches „Zehn Regeln für Demokratie-Retter“ einen ersten Input geben wird. Daneben haben ihr Kommen zugesagt:

  • Brigitte Hotsch-Schulz aus dem Referat Mehrgenerationenhäuser im Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend sowie
  • Dr. Hans-Joachim Heuer, Abteilungsleiter im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

„Bei tendenziell sinkender Wahlbeteiligung und dem Erstarken demokratiefeindlicher Kräfte in vielen Ländern Europas müssen wir für unsere demokratischen Grundüberzeugungen immer wieder neu werben und Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewinnen“, sagt Senatorin Stahmann. „Dabei müssen wir uns auch selbst hinterfragen und neue Ideen entwickeln, wo und wie wir Meinungsbildung und Beteiligung vor Ort unterstützen.“ Die Senatorin weiter: „Demokratie ist nicht nur wählen gehen. Miteinander reden, den anderen und seine Haltung respektieren, das Gemeinsame suchen statt das Trennende, zuhören und Lösungen suchen – das sind wichtige Erfahrungen als Grundlage für demokratische Grundhaltungen.“

„Das alles hat viel mit unserer Arbeit im Haus der Zukunft zu tun“, sagte Heike Binne. Die Mehrgenerationenhäuser mit ihren breit angelegten Programmen und vielfältigen Zielgruppen seien ein idealer Katalysator für das Erlernen und Einüben demokratischer Haltungen. „Die Menschen erleben hier, dass sie etwas bewegen können. Sie erfahren Selbstwirksamkeit.“ In Zeiten, in denen Menschen zunehmend ihre Zeit mit Unterhaltungsmedien verbrächten, spiele das für ein Gemeinwesen eine ganz bedeutende Rolle.