Sie sind hier:
  • Alter Hafenspeicher Vegesack wird zum Zentrum der Schiffbaugeschichte

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Alter Hafenspeicher Vegesack wird zum Zentrum der Schiffbaugeschichte

30.09.2009

Deputation stimmt Ausstellungskonzept zu

Im alten Hafenspeicher Vegesack wird eine Ausstellung zum Thema „Schiffbau – früher und morgen“ eingerichtet. Das hat die Deputation für Wirtschaft und Häfen heute beschlossen. Die Ausstellung in dem ältesten Hafenspeicher Bremens ist ein Baustein der Tourismusförderung im Land Bremen, der dazu beitragen soll, die maritimen Potenziale an der Weser zu nutzen. In Bremen Nord soll der Hafenspeicher Vegesack zusammen mit dem Schaufenster Bootsbau, dem Schulschiff Deutschland, dem Freizeit- und Museumshafen Vegesack und den maritimen Veranstaltungen wie Festival Maritim, Vegefest die Zahl der Tages- und Übernachtungsgäste steigern.

In der Ausstellung wird ein zeitlicher Bogen von der Gründung der Lange Werft (1805) bis zur aktuellen Situation im Schiffbau geschlagen. Im Erdgeschoss werden die Geschichte des Vegesacker Hafens, die Zulieferindustrien, die Geschichte der Lange-Werft und des Speichers sowie das Leben der Arbeiter in der damaligen Zeit dargestellt.

Im 1. OG wird es um Innovationen im Schiffbau, um die marine Bionik, um Yachtdesign und um heutige Berufsfelder im Schiff- und Yachtdesign gehen. Die Investitionskosten für das Vorhaben liegen bei insgesamt 1,187Mio. €. Dies beinhaltet die Herrichtung der aufgeführten Exponate und Einrichtungen sowie die Projektsteuerung. Die laufenden Kosten sind mit rund 135.000 € pro Jahr kalkuliert. Erwartet werden rund 30.000 Besucher pro Jahr. Zusammen mit bereits zugesagtem oder in Aussicht gestelltem Sponsoring soll ein kostendeckender Betrieb erreicht werden.

Das Betreiberkonzept sieht vor, dass die Besitzgesellschaft Science Center (BSC) die Räumlichkeiten pachten und den laufenden Betrieb absichern wird. Es ist vorgesehen, dass die BSC die Personaldienstleistungen für den laufenden Betrieb beim Kulturbüro Bremen Nord einkauft. Das Kulturbüro ist seit 2007 als gemeinnützige GmbH organisiert und versteht sich mit seinen vier Institutionen Gustav-Heinemann-Bürgerhaus, KITO, Overbeck-Museum, Kulturbahnhof und vielen Kulturpartnern in der Region als Dachmarke für Bremen-Nord. Für das touristische Marketing vor Ort und die Vernetzung der Aktivitäten steht das CMV, für die überregionale Vermarktung steht die BTZ als Partner zur Seite.

Für den laufenden Betrieb und die Reattraktivierung der Ausstellung konnten neben der Sparkasse weitere Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft gewonnen werden, die die Ausstellung über die Eröffnung hinaus unterstützen werden.