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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Stadtteile werden gestärkt - Sozialdeputation stimmt der Ausweitung von WiN-Gebieten zu

28.11.2008

„Das Programm „Wohnen in Nachbarschaften (WiN)“ soll ausgeweitet werden“. Diesen Beschluss hat die Deputation für Soziales gestern (Do. 27.11.2008) gefasst. Die entsprechende Vorlage wird außerdem noch kommende Woche in der Baudeputation beraten.
Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter: „Mit diesem Vorschlag stärken wir die Handlungsfähigkeit der Stadtteile, die wir als sozial gefährdet ansehen. Durch die WiN-Mittel können in diesen Ortsteilen sowohl bauliche Maßnahmen als auch soziale Projekte verwirklicht werden. Die Quartiersmanager bearbeiten soziale Problemlagen und beziehen die Bewohnerinnen und Bewohner in die Gestaltung ihres Quartiers aktiv ein. Ich freue mich, dass nun weitere Gebiete in den Genuss dieses Angebots kommen können.“


Von der Ausweitung des Programms profitieren der Ortsteil Huckelriede im Stadtteil Neustadt und das „Schweizer Viertel“ (Ellenerbrok-Schevemoor/Tenever). Sie werden neu in das Programm aufgenommen und im Jahr 2009 mit je 37.500 Euro gefördert. Im Jahr 2010 wird sich der Fördersumme auf je 75.000 Euro verdoppeln. Im Rahmen der „flankierenden WiN-Finanzierung“ werden außerdem die Gebiete Osterfeuerberg und Woltmershausen einbezogen. Sie sollen zeitlich befristet quartiersbezogene personelle Unterstützung bekommen.


Mehr Mitteln stehen im nächsten Jahr zudem für den Bremer Westen zur Verfügung. Die Gebiete Gröpelingen, Ohlenhof und Lindenhof bekommen gemeinsam zukünftig 150.000 Euro jährlich, der Stadtteil Oslebshausen bekommt weitere 75.000 Euro. Positive Nachrichten gibt es auch für die Neue Vahr. Die Fördersumme wird hier verdoppelt und beträgt nun ebenfalls 150.000 Euro jährlich.


Weiter stabilisiert werden die Ortsteile Marßel und Blockdiek. Dem Wunsch des Beirats Osterholz nach einer neuerlichen Aufnahme von Blockdiek als WiN-Fördergebiet konnte nicht gefolgt werden. Die Deputation hat aber auf Vorschlag der Sozialsenatorin beschlossen, die Programmmittel für diesen Ortsteil auf 50.000 Euro auszuweiten. Außerdem hat die Deputation in ihrer Sitzung Planungen zur Einrichtung eines Quartiersbildungszentrums in Blockdiek zur Kenntnis genommen. Durch ein solches Quartiersbildungszentrum soll die durch WiN-Mittel geförderte Zusammenarbeit zwischen Grundschule, Amt für Soziale Dienste, Hans-Wendt-Stiftung, den schulärztlichen und schulpsychologischen Dienst, den Kindergärten, dem Mütterzentrum und VHS weiter verstetigt und entwickelt werden. Geplant ist, weitere Schule sowie Jugendeinrichtungen einzubinden.


Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter: „Ich begrüße diese Initiative aus dem Stadtteil sehr. Quartiersbildungszentren sind dazu geeignet, einen attraktiven Anlaufpunkt im Stadtteil zu bilden. Die unterschiedlichen Einrichtungen rücken enger zusammen und bieten gemeinsam Unterstützung für die Bürgerinnen und Bürger an.“