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Viel Platz für Vielfalt - Quartierszentrum haucht der Huckelrieder Mitte neues Leben ein

Gefördertes Wohnen, Stadtteilküche, Kita und Familienberatung

25.10.2016

Mit Gesang und Tanz öffnete heute (25.10.2016) das Quartierszentrum Huckelriede am Niedersachsendamm in Huckelriede offiziell die Pforten für Anwohner und Öffentlichkeit. Nach knapp zweijähriger Bauzeit übergaben Sozialsenatorin Anja Stahmann, Bausenator Joachim Lohse und GEWOBA-Vorstand Peter Stubbe die als Quartierszentrum genutzten Räume im Erdgeschoss an das Betreiber-Trio – den Martinsclub Bremen e. V., das SOS-Kinderdorf Bremen und das Amt für Soziale Dienste. In den Neubau mit 51 teils geförderten Wohnungen, Kinderbetreuungseinrichtung, Beratungsstellen und Gastronomie investiert die GEWOBA rund 13 Millionen Euro, 2,46 Millionen Euro davon stellte das Land Bremen aus dem 1. Wohnraumförderungsprogramm bereit. Der Ausbau des Quartierszentrums wurde mit rund 800.000 Euro aus dem Bund-Länderprogramm "Stadtumbau West" gefördert.

Das Quartierszentrum Huckelriede am Niedersachsendamm in Huckelriede
Das Quartierszentrum Huckelriede am Niedersachsendamm in Huckelriede

"Heute feiern wir einen Meilenstein für Huckelriede. Mit dem Quartierszentrum ist ein ganz zentraler Baustein im Stadtumbauprozess fertig geworden", sagte Bausenator Joachim Lohse zur Eröffnung. "Der umgestaltete Huckelrieder Park vor der Haustür, die umgestaltete Haltestelle Niedersachsendamm, jetzt das Quartierszentrum: für alle Bremerinnen und Bremer sind die positiven Veränderungen sichtbar und erlebbar."

Im Erdgeschoss des Quartierszentrums werden die öffentlichen Einrichtungen heimisch: Bereits seit August werden im SOS-Kinder- und Familienzentrum 50 Kinder in Krippen- und Kitagruppen betreut. Unterstützung für Schwangere und junge Familien bietet eine Frühberatungsstelle, die das Amt für Soziale Dienste in Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf betreibt. Ergänzend wird das Haus der Familie Obervieland Seminare und Beratungen für Eltern und Alleinerziehende im Quartierszentrum anbieten. Zudem sind Sprechstunden des Jugendamts sowie der Sozialberatung geplant. Eine inklusive Wohngruppe und integrative Gastronomie richtet der Martinsclub Bremen e. V. im Quartierszentrum ein.

Quartierszentrum fördert Inklusion und Integration
Mit der neuen Reihenhaussiedlung und dem Übergangswohnheim in direkter Nachbarschaft sei der Bedarf für einen integrativen Mittelpunkt und Kinderbetreuung in Huckelriede nochmals gestiegen, so Sozialsenatorin Anja Stahmann. "Aufgabe dieses neuen Mittelpunkts ist, Begegnungen und nachbarschaftliches Miteinander zu ermöglichen. Es ist ein Ort für die Integration und das soziale Miteinander in unserer Stadt, an dem jeder teilhaben kann und soll. Deswegen sind die Angebote im Quartierszentrum bewusst vielfältig und niedrigschwellig gestaltet."

Die Wohnungen in den oberen Stockwerken vermietet die GEWOBA ab November. Mit 41 geförderten Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen richtet sich das Wohnungsangebot vor allem an kleine Haushalte und Familien mit geringem Einkommen. Alle Wohnungen sind mit Einbauküchen, Fußbodenheizung und Balkonen ausgestattet. "Die schönsten Bauprojekte sind für uns Stadtentwickler diejenigen, die mehr für die Bürger schaffen als den reinen Wohnraum", betont GEWOBA-Vorstand Stubbe. "Das Quartierszentrum bringt viele Interessen unter ein Dach: Nachbarschaftstreffpunkt, Förderung für Kleinkinder, Unterstützung für junge Mütter und Familien, ein integratives Restaurant, bezahlbares Wohnen und inklusiv-orientiertes Wohnen."

Bisher einmalig in Bremen ist das inklusive Wohnkonzept vom Martinsclub Bremen e.V. und der GEWOBA. Sieben Wohnungen sind für Klienten des Martinsclub Bremen reserviert, die bisher im Wohnheim Haus Huckelriede lebten. Die Wohnungen werden zu einem Wohn- und Pflegebereich gestaltet: "Damit gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, Menschen mit Beeinträchtigung ein eigenständiges Leben inmitten der Gesellschaft zu ermöglichen", so Thomas Bretschneider, Vorstand vom Martinsclub Bremen. Dazu gehört auch Beschäftigung: Im November eröffnet der Martinsclub Bremen seine zweite integrative Stadtteilküche, das "MARIE WESER". Unter dem Leitsatz "Echtes Essen für alle" kocht die Fernsehköchin Luka Lübke mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Das Lokal soll tagsüber ein offener Esstisch für alle Bewohner des Stadtteils in all ihrer Unterschiedlichkeit sein und mit kulinarischen Kulturveranstaltungen am Abend auch Menschen von der anderen Weserseite anlocken.

Nicht nur auf das leckere Essen freuen sich die 50 Krippen- und Kitakinder: "Wir haben uns schon bestens eingelebt und fühlen uns sehr wohl", bestätigt Leiterin Mechthild Schröter. "Nur die neuen Nachbarn haben uns bisher gefehlt."

Foto: Pressereferat der Senatorin