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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Grünes Licht für Sanierung und Ausbau der Stadthalle Bremen

30.05.2002

Wirtschaftsförderungsausschüsse stimmen 40-Millionen-Paket zu / Baubeginn Anfang 2004

Die Stadthalle Bremen soll auch in Zukunft große Stars vor großem Publikum präsentieren können: Die Wirtschaftsförderungsausschüsse stimmten am Donnerstag (30.5.2002) den vorgesehenen Investitionen für eine Sanierung und einen Ausbau der Stadthalle in Höhe von rund 40 Millionen Euro zu. „Die Modernisierung und die gleichzeitige Erweiterung sind Voraussetzungen dafür, dass die Stadthalle und damit der Veranstaltungsstandort Bremen insgesamt konkurrenzfähig bleibt“, unterstrich Wirtschaftssenator Josef Hattig die Dringlichkeit des Maßnahmenpakets.

Gleichzeitig sollen im Rahmen der bewilligten Mittel Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität des Veranstaltungszentrums im Bereich des heutigen Foyer- und Verwaltungsgebäudes geprüft werden. Der Umbau der Stadthalle kann wegen der umfangreichen Vorarbeiten erst im Januar 2004 nach Sechstagerennen und Musikschau der Nationen beginnen und muss im Dezember des Jahres – rechtzeitig zum Aufbau für das Sechstagerennen 2005 – abgeschlossen werden. Für den Herbst dieses Jahres ist die europaweite Ausschreibung vorgesehen; Ende 2002 soll die Vergabe an einen Generalunternehmer erfolgen.

Fast vier Jahrzehnte lang gehörte die Stadthalle Bremen zur Spitzengruppe unter den Mehrzweckhallen in Deutschland – sowohl im Vergleich der Zuschauerkapazitäten als auch mit Blick auf das Veranstaltungsprogramm. Die zunehmende Konkurrenz insbesondere in Norddeutschland – in Hannover und Braunschweig wurden neue große Hallen errichtet, Kiel erhöhte das Fassungsvermögen, in Hamburg wird gebaut – führte zu einer deutlichen Schwächung der Wettbewerbsposition Bremens: Mit ihrer derzeitigen Maximalkapazität genügt die Stadthalle nicht mehr den Anforderungen der großen Stars und Veranstalter, die dann in anderen Städten mit größeren Hallen gastieren. Senator Hattig: „Der Ausbau sichert nicht allein die Auftritte großer Künstler, sondern auch den immensen Wert der Stadthalle als Werbeträger und Wirtschaftsfaktor.“

Zur Erweiterung der Kapazität werden auf der Nord- und der Südseite sowie an den Stirnseiten zusätzliche Ränge eingebaut; sie erhöhen das Fassungsvermögen auf insgesamt maximal 14.300 Zuschauer. Die Kapazität der festen Bestuhlung der Stadthalle wird um ca. 3.800 Plätze gesteigert. Damit stehen statt derzeit 4.500 in Zukunft etwa 8.300 Tribünenplätze zur Verfügung. Mit einer mobilen Bestuhlung im Innenraum lassen sich insgesamt fast 11.000 Sitzplätze realisieren.

Im Zuge der Sanierung wird nicht nur die Gebäudesubstanz der 37 Jahre alten Stadthalle erneuert, sondern auch die technische Ausstattung auf neueste Standards gebracht. Auch am Komfort der Stadthallen-Gäste wird gearbeitet: Über Rolltreppen und Fahrstühle sind ab 2005 auch die oberen Ränge bequem zu erreichen, neue Garderoben und WC-Anlagen sowie weitere Gastronomieeinrichtungen sind ebenfalls vorgesehen. Das charakteristische äußere Erscheinungsbild der Stadthalle soll weitgehend erhalten bleiben.