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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Senator Hattig nimmt ersten Rammschlag vor: Bremerhavens Containerkaje wächst seit Montag um weitere 340 Meter

01.10.2001

Projekt CT IIIa soll im Herbst 2003 an die Hafenwirtschaft übergeben
werden – Hattig: „Umschlag ist seit 1998 um etwa 50 Prozent gestiegen“

Mit dem ersten Rammschlag für die 340 Meter lange Kajenkonstruktion des Bremerhavener Container-Terminals (CT) IIIa ist der Hafenbau an der Wesermündung am Montag (1.10.2001) in eine neue Phase getreten.

Vor zahlreichen Gästen aus Hafen- und Bauwirtschaft, Politik und Verwaltung hob Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Josef Hattig an der Stromkaje die Bedeutung der Baumaßnahme hervor: „Im Zwei-Jahres-Zeitraum 1998/2000 stieg der Containerumschlag in Bremerhaven um insgesamt etwa 50 Prozent. In einem stark wachsenden Markt hat der Terminal ´Wilhelm Kaisen` der Konkurrenz Marktanteile abgenommen.“ Es zeige sich, dass der Platz an der Kaje immer knapper werde. Die für Herbst 2003 vorgesehene Fertigstellung des Terminals sei deshalb dringend geboten. Das Projekt ist mit Baukosten von 190 Millionen Mark verbunden.

Als Gründe für die erfolgreiche Entwicklung des Container-Terminals nannte der Senator die hohe Effizienz im Umschlag, gute Hinterlandverbindungen und das engmaschige Netz von Feederverbindungen ab Bremerhaven. Die Konzentration von Liniendiensten der weltgrößten Containerrederei Maersk Sealand auf den North Sea Terminal Bremerhaven (NTB) habe überdurchschnittlich zum starken Wachstum des Containerumschlags beigetragen.

CT IIIa erweitert die Stromkaje auf eine nutzbare Länge von etwa 3050 Metern. Damit werde die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Hafenstandorts gesichert, sagte Hattig. Um dieses Ziel zu erreichen, setze Bremen aber nicht nur auf den Ausbau der Hafeninfrastruktur. Um auch größten Containerschiffen beim An- und Auslaufen bei optimaler Abladung eine tideunabhängige Fahrt von und nach Bremerhaven zu ermöglichen, müsse die Fahrrinne der Außenweser um mindestens 1,20 Meter vertieft werden.

Unabhängig davon gebe es auf mittlere Sicht keine Alternative zum Projekt eines Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven. Zum einen, so Hattig, „werden Bremerhaven und Hamburg im kommenden Jahrzehnt an natürliche Ausbau- und Kapazitätsgrenzen stoßen“. Zum anderen habe die Containerschifffahrt etwa alle zehn Jahre einen Trend hin zu deutlich größeren Schiffen mit wachsenden Tiefgängen erlebt.

Niemand könne ausschließen, dass diese Entwicklung sich fortsetzt. Deshalb müssten die erforderlichen neuen Anlagen für den Containerumschlag an möglichst tiefem Wasser entstehen.

Unabhängig von der Notwendigkeit des Zukunftsprojekts Tiefwasserhafen halte Bremen am Bau von Container-Terminal IV fest. Dazu gebe es keine Alternative, sagte Hattig. CT IV mit zwei weiteren Liegeplätzen und einer Kajenlänge von 866 Metern soll bis Sommer 2006 an die Nutzer übergeben werden.