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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Existenzgründerinitiative B.E.G.IN bis 2005 gesichert

26.06.2001

In der morgen (27.6.2001) stattfindenden Sitzung der Deputation für Wirtschaft und Häfen soll die Fortführung der Bremer Existenzgründungsinitiative B.E.G.IN bis 2005 beschlossen werden. Damit wird der bisher bis zum 31. Dezember 2001 befristete Projektzeitraum verlängert.

„Mit der Fortführung von B.E.G.IN wird ein zentraler Baustein unser Wirtschafts- und Mittelstandspolitik umgesetzt“, sagt Wirtschaftsstaatsrätin Sibylle Winther. „Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Betätigung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Stärkung ihrer Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit ist ein vorrangiges Anliegen der Wirtschaftsstrukturpolitik. Nicht ohne Grund ist die Bremer Existenzgründerinitiative B.E.G.IN bundesweit als „Good-Practice“-Beispiel vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie dargestellt worden. Die Bremer Existenzgründungsinitiative B.E.G.IN hat sich bewährt.“

Der Förderrahmen der Bremer Existenzgründungsinitiative B.E.G.IN wird im Kern beibehalten. Hierauf aufbauend, erfolgt eine dynamische Anpassung der Förderbausteine zur Steigerung der Effizienz der bremischen Existenzgründungsförderung. So kann noch besser als bisher eine serviceorientierte Unterstützung von Existenzgründungen gewährleistet werden. Dabei werden die bisher aus der Initiative gewonnenen Erfahrungen sowie die Verbesserung der Transparenz und Konsistenz der Förderbausteine berücksichtigt.

„Um den hohen strukturpolitischen Stellenwert von Existenzgründungen im Land Bremen zu unterstreichen, ist ein Ausbau der Gründungsleitstelle durch personelle Verstärkung des Bereichs der Gründungsberater erforderlich. Es ist deshalb vorgesehen, für den Bereich der Existenzgründerinnen zusätzlich eine Beraterin einzustellen, die auch für das Beratungssegment Kleinstgründungen zur Verfügung stehen soll,“ betont Staatsrätin Winther.

Folgende Neujustierung der einzelbetrieblichen Förderbausteine ist vorgesehen:

  • Mastercoaching wird als neues Element der Gründungsförderung aufgenommen. Es soll der umfassenden Vorbereitung eines ausgewählten Personenkreises auf die berufliche Selbständigkeit dienen und richtet sich insbesondere an innovative, schnell wachsende Gründungsprojekte.
  • In der Existenzfestigungsberatung werden die bisherigen Förderbausteine Existenzaufbauberatung und Existenzlangzeitberatung zusammengefasst. Damit wird dem Anspruch gefolgt, das Förderangebot übersichtlich und konsistent zu gestalten. Der mit der Existenzlangzeitberatung angestrebte Beitrag zur Existenzfestigung mit Blick auf etwaige Defizite in der Unternehmensführung sowie Verbesserungsmöglichkeiten der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit erweist sich hier als weiterführendes Instrument der Existenzaufbauberatung.
  • Es wird eine deutliche Ausweitung des Förderinstruments Gründungspatenschaften angestrebt. Insbesondere ist vorgesehen, die Gründungspaten und –patinnen noch effizienter als bisher einzusetzen.
  • Innerbetriebliche Qualifzierung wird als neuer Förderbaustein zur strategischen Personalentwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aufgenommen. Sie soll KMU helfen, Mitarbeiter/-innen auf zukünftige technologische Entwicklungen vorzubereiten, die Nachfolge für bestimmte Positionen zu regeln, sich neuen Marktanforderungen anzupassen und damit Mitarbeiter, Technik und Organisation optimal zusammenzuführen. Die Qualifizierung ist darauf ausgerichtet, Lerninhalte unmittelbar in die betriebliche Praxis umzusetzen, und erfolgt in Seminaren und Workshops auf der Grundlage maßgeschneiderter Konzepte.
  • Die Meistergründungsprämie wird als neues Element in das Förderprogramm integriert, um den Generationswechsel im Handwerk besser zu bewältigen und zum verstärkten Aufbau von Handwerksbetrieben beizutragen. Gefördert werden soll die erstmalige Gründung einer Existenz in einem in der Anlage A zur Handwerksordnung aufgeführten Handwerk. Die Gewährung der Prämie erfolgt im Rahmen eines Wettbewerbs, der sowohl Neugründungen als auch Betriebsübernahmen im bremischen Handwerk offensteht.