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Der Senator für Inneres

Senat beschließt Weltkulturerbe-Anmeldung bei der Unesco

18.09.2001

Kultursenator: Verhandlungen mit privaten Sponsoren verlaufen positiv

Aus der heutigen Sitzung des Senats (18.9.2001):


Der Senat hat heute die Anmeldung des Bremer Rathauses und des Bremer Rolands in ihrer Umgebung für die UNESCO-Welterbeliste beschlossen. Außerdem wurde für die Bewerbung bei der Kulturorganisation der Vereinten Nationen die förmliche Festlegung eines Kernbereichs und eines Rahmenbereichs verabschiedet.


"Die Anmeldung des Gesamtensembles Rathaus, Bürgerschaft, Dom, Schütting und Marktplatz mit Roland als Weltkulturerbe ist als Ausweisung des so genannten "Rahmenbereichs"beabsichtigt. Wegen seiner überragenden bauhistorischen Bedeutung und Authentizität soll das Rathaus mit Roland demgegenüber als Kernbereich definiert und ausgewiesen werden", erklärte Kultursenator Dr. Kuno Böse am Dienstag.

Die Aufteilung in Kern- und Rahmenbereich bietet nach bisheriger Erkenntnis des Senats, der sich auf umfassende Beratung externer Sachverständiger stützen kann, die größten Erfolgsaussichten bei der UNESCO. Sie berücksichtigt und würdigt in angemessener Weise die baugeschichtliche, geistesgeschichtliche, politischen und wirtschaftliche Bedeutung des Gesamtensembles sowie der einzelnen Bauwerke und Institutionen rund um den Marktplatz.

"Unser Ziel ist weiterhin die Akquisition von Drittmitteln zur Projektfinanzierung," betonte Kultur-Staatsrätin Elisabeth Motschmann nach der Senatssitzung, "um den öffentlichen Anteil am Kostenrahmen von maximal 350.000 DM so gering wie möglich zu halten. Öffentliche Mutmaßungen, wonach es keine Sponsoren für das Bewerbungsverfahren geben werde, bezeichnete sie als falsch. "Ganz im Gegenteil: Wir verhandeln mit diversen potenziellen Sponsoren und haben bereits positive Rückmeldungen von Vereinen und Unternehmen aus der Hansestadt erhalten", erklärte Frau Motschmann. "Ich bin daher ganz optimistisch, dass unser Welterbe-Projekt auch von privater Seite unterstützt werden wird."

Auch die anderen Senatoren haben Unterstützung zugesagt. "Ich freue mich, dass unter anderem die Ressorts Bau und Umwelt, Finanzen, Wirtschaft und Häfen sowie die Senatskanzlei personell und inhaltlich engagiert mitarbeiten uns die Senatsressorts deren eigene Materialien und Eigenleistungen für das Projekt kostenlos zur Verfügung stellen," so Elisabeth Motschmann abschließend.