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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Über ein Praktikum oder Paten in den Beruf

Senator Günthner besucht 'Azubi und Du' und 'Ausbildungsbrücke'

23.03.2015
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Ein Schüler und ein Auszubildender, das ist die Kombination von 'Azubi und Du'. Am 16. März ist das Projekt für Schülerinnen und Schüler im Bremer Westen gestartet, 70 Praktikumsplätze standen in 25 Betrieben zur Auswahl. Ob Büro und Verwaltung oder Maschinen- und Metallbau, Elektrotechnik oder Gesundheit – 34 verschiedene Berufe können im Rahmen eines Kurzzeit-Praktikums kennen gelernt werden. Bei seinem heutigen Besuch (23.03.2015) im Innside Hotel an der Waterfront traf Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, zwei Teilnehmerinnen. Die beiden 14-jährigen Melissa Meyer und Jensina Jensen sind mit den Auszubildenden des Hotels unterwegs und lernen dabei ihren möglichen zukünftigen Beruf besser kennen. Während Melissa überlegt Hotelfachfrau zu werden, interessiert sich Jensina für den Beruf der Köchin. "Den Ansatz, mehr junge Menschen in Ausbildungen in Betriebe vor Ort zu vermitteln, finde ich spannend", betont Senator Günthner. Dorothea Dentler vom Verein Kultur vor Ort koordiniert das Projekt: "Wir sind dankbar, dass so viele Betriebe ihre Bereitschaft zeigen, jungen Leuten die berufliche Vielfalt hier direkt vor ihrer Haustür zu zeigen."

Im Innside Hotel traf Senator Günthner Jensina Jensen, die im Rahmen des Programms ‚Azubi und Du‘ einen Auszubildenden begleitet, um den Beruf des Kochs näher kennen zu lernen, jpg, 118.3 KB
Im Innside Hotel traf Senator Günthner Jensina Jensen, die im Rahmen des Programms ‚Azubi und Du‘ einen Auszubildenden begleitet, um den Beruf des Kochs näher kennen zu lernen

'Azubi und Du' ist eine Initiative des Regionalen Netzwerks für Ausbildung im Bremer Westen, das nach lokalen Lösungen für die bestehenden Herausforderungen im Übergang von der Schule in den Beruf sucht. Das Netzwerk besteht aus 34 Vertretern, darunter sieben Schulen, 25 Betriebe, der Initiative Stadtbremische Häfen mit 48 Mitgliedsbetrieben sowie politischen Vertretern aus Ortsamt und Ortsbeirat. "Durch die enge Kooperation mit Schulen und Betrieben ist über die Jahre in Gröpelingen ein verlässliches Netzwerk entstanden, das durch unser gemeinsames Projekt 'Azubi und Du' ausgebaut und verfestigt wird. Im Bremer Westen gibt es tolle junge Menschen und erfolgreiche Unternehmen. Das beide Gruppen noch mehr voneinander profitieren, das ist unser Ziel.", sagt Cornelia Wiedemeyer, Vorsitzende des Gröpelingen Marketing e.V.

Die Gesamtschule West war die zweite Station an diesem Tag. Dort bietet das Patenmodell 'Ausbildungsbrücke' seit 2009 Schülern der achten, neunten und zehnten Klassen die Möglichkeit sich mit Hilfe von ehrenamtlichen Paten sowohl auf den Schulabschluss als auch auf den Wechsel ins Berufsleben vorzubereiten. "Gemeinsam mit ihren Paten entdecken die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen beruflichen Wünsche und Fähigkeiten und erhalten eine gute Unterstützung beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung, und werden zum Beispiel auf Bewerbungsgesprächen vorbereitet", erklärt Klaus Peter Ifland, Stellvertretender Schulleiter der Gesamtschule West. "Insbesondere die Fortsetzung dieser Unterstützung auch während der Ausbildungszeit ist ein großer Pluspunkt des Modells, welches wir auch in den kommenden Jahren gerne an unserer Schule weiterführen möchten."

Derzeit gibt es an der Schule elf Patenschaften. Eine davon besteht zwischen dem 16-jährigen Alex Munteanu und seinem Paten Thomas Geck. Der selbstständige Berater für Personal- und Organisationsentwicklung ist seit Juni 2014 ehrenamtlich bei der Ausbildungsbrücke tätig. "Gerade die schulische und berufliche Qualifikation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund halte ich für gesellschaftlich wesentlich", betont der 66-jährige. Munteanu hat sich bei einem sogenannten Matching für Geck entschieden.
"Diese Beispiele zeigen, wie durch persönliches Engagement nicht nur das Potenzial der jungen Menschen frühzeitig gefördert werden kann, sondern auch wie Integration aussehen kann", freut sich Senator Günthner am Ende seines siebten Besuchstags im Rahmen seiner Informationstour zum Thema Ausbildung über die zwei gut laufenden Modelle.

Foto: Senator für Witschaft, Arbeit und Häfen